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Hydraulik

(s. auch Hydromechanik). Einerseits die Lehre von den Bewegungen inkompressibler Flüssigkeiten in technischen Geräten und Anlagen, andererseits Sammelbegriff für die Anlagen selbst. Hydraulische Systeme werden mit speziellen Hydraulikflüssigkeiten befüllt, die in ihnen eingeschlossen bleiben. Fast immer dienen hydr. Maschinen und Anlagen der Übertragung von Kräften. Die hydr. Bremsanl. im Kraftfahrzeug ist ein Beispiel dafür. Turbinenartige sog. hydrodynamische Drehmomentwandler (Föttinger-Kupplung/Wandler) werden anstelle von Zahnradgetrieben eingesetzt. Ihnen stehen »hydrostatische« Antriebe gegenüber, zu denen eine angetriebene H. -pumpe, Druckleitungen, Steuer- und Regelorgane sowie ein den hydr. Druck nutzender H. -motor gehören. Pumpe und Motor sind im Prinzip gleich aufgebaut: Axialkolben in der Pumpe erzeugen den Druck, im Motor wandeln sie den H. -druck in ein regelbares Drehmoment um. Auf diese Weise werden z. B. kleine Rangierlokomotiven, Gabelstapler u. ä. angetrieben. Häufig genutzt wird die H. zum Antrieb schwerer Pressen, in Erdbewegungsmaschinen und in Verbindung mit Hydraulikzylindern zur Erzeugung gradliniger »kraftvoller« Bewegungen. Teilgebiet der Hydrodynamik, welches die (dreidimensionalen) stationären Strömungen inkompressibler Flüssigkeiten (Flüssigkeit, inkompressible) in eindimensionaler Behandlung umfasst, also vom Modell der Stromfäden ausgeht. Die Reduzierung der Dimension wird erreicht durch Rohrströmungen, wobei das gesamte Rohr als eine Stromröhre angesehen und nur über den Rohrquerschnitt gemittelte Grössen betrachtet werden.

 

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Weitere Begriffe : Halbleiterdruckwandler | Umkehreinwand | Längenkontraktion

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