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Lenard

Biographien, Philipp Eduard Anton, deutscher Physiker, *7.6.1862 Pressburg, †20.5.1947 Messelhausen; ab 1894 Professor in Breslau, 1895 Aachen, 1896 Heidelberg, 1898 Kiel, 1907-31 wieder in Heidelberg, wo er das Radiologische Institut gründete und seit 1909 leitete; grundlegende Arbeiten zur Phosphoreszenz (1889) und Experimente zum Photoeffekt; stellte 1903 mit seiner Dynamidentheorie ein Atommodell (Dynamidenmodell, Vorläufer des Rutherfordschen Atommodells) auf; ferner Arbeiten über die Leitfähigkeit von Metallen, Oberflächenspannung und Balloelektrizität (unter anderem Wasserfallelektrizität; Lenard-Effekt); schuf die Grundlagen für die Elektronentheorie und eine neue Lehre über das Wesen des Lichts; stellte um 1904 die nach ihm benannten, Phosphoreszenz zeigenden Erdalkali-Phosphore (Lenard-Phosphore) her; führte die Gegenfeldmethode (zur Bestimmung der Geschwindigkeit geladener Teilchen in einem Teilchenstrahl) sowie die Energieeinheit Elektronenvolt in die Atomphysik ein; erhielt 1905 den Nobelpreis für Physik für seine Arbeiten über die Natur der Kathodenstrahlen (Lenard-Röhre, Lenard-Fenster). Lenard war unter anderem aus judenfeindlichen Gründen ein scharfer Gegner von A. Einstein; er verfasste eine vierbändige "deutsche Physik" als Gegenstück zur "jüdischen Physik".

Literatur: Über Kathodenstrahlen (1906),

Über Äther und Materie (1910),

Über das Relativitätsprinzip - Über Äther und Uräther (1921),

Kathodenstrahlen (1927),

Phosphoreszenz (1928).

Lenard

Lenard, Philipp Eduard Anton

 

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