A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

Kathodenstrahlen

veraltete Bezeichnung für die von der Kathode einer Gasentladungs- oder Glühkathodenröhre ausgehenden Elektronenstrahlen (Betastrahlung). Die Kathodenstrahlen wurden 1858 von J. Plücker entdeckt, später untersuchte W. Hittorf die magnetische Ablenkung der Strahlen, und J.J. Thomson konnte nachweisen, dass die Kathodenstrahlen aus freien Elektronen bestehen. Da die Elektronen zunächst den Kraftlinien des elektrischen Feldes folgen, treten sie senkrecht zur Kathodenoberfläche aus und können durch eine hohlspiegelartige Form der Kathode fokussiert werden. Bei hinreichendem Gasdruck ist das Kathodenstrahlbündel sichtbar, da die Gasatome durch Stösse der Elektronen zum Leuchten angeregt werden. Treffen die Kathodenstrahlen auf die Glaswand der Röhre auf, werden sie absorbiert und es entsteht eine grüne Fluoreszenz. Bei der Lenard-Röhre können die Elektronenstrahlen die Röhre durch ein spezielles Lenard-Fenster (z.B. aus Glimmer) verlassen. Als Strom negativ geladener Teilchen lassen sich die Elektronenstrahlen bündeln und in ihrer Richtung beeinflussen (Elektronenoptik).

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Kathodenstrahl-Oszilloskop
Kathodenstrahlröhre

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

Weitere Begriffe : Z-Boson | Antineutron | Tangentialgeschwindigkeit

Übersicht | Themen | Unser Projekt | Grosse Persönlichkeiten der Technik | Impressum | Datenschutzbestimmungen