|
Meerwasser
im Meer
vorhandenes Wasser. Es enthält neben reinem Wasser gelöste Gase, organische
Stoffe, ungelöste suspendierte Partikel und vor allem verschiedene Salze, von
denen die wichtigsten Natriumchlorid, Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat,
Calciumsulfat und Kaliumsulfat sind. Die physikalischen Eigenschaften des
Meerwassers hängen von den Zustandsgrössen Salzgehalt (Salinität), Temperatur
und Druck ab. Die Salinität in Promille wurde definiert als die Gesamtmenge an
gelösten Stoffen in g, die in 1 kg Meerwasser vorhanden ist, wenn alles
Carbonat in Oxid und alles Bromid und Jodid in Chlorid überführt und die
gesamte organische Substanz oxidiert ist. Sie wurde in der Praxis über den
Chloridgehalt bestimmt, der durch eine Titration mit Silbernitrat ermittelt
wurde. Später wurde der Begriff der praktischen Salinität eingeführt, die über
die spezifische elektrische Leitfähigkeit definiert ist. Für
Präzisionsmessungen dient die Autosal-Methode. Die Temperatur bleibt in der
winddurchmischten Oberflächenschicht des Meeres (mixed layer) bis in etwa 50 m
Wassertiefe konstant. Darunter schliesst sich bis in etwa 100 m die Thermokline
an, die durch einen starken Temperaturgradienten charakterisiert ist. Das
Tiefenwasser ist mit einer Temperatur von unter 5 °C nahezu isotherm. Eine
entscheidende Rolle für die physikalischen Vorgänge im Meer und besonders für
die thermohaline Zirkulation spielt die Dichte. Sie wird in der Ozeanographie
üblicherweise als dimensionsloser s-Wert angegeben: s = (r - 1) × 103, wobei r
die Dichte in kg / m³ ist. Typische Werte liegen je nach Temperatur und
Salzgehalt zwischen s = 26 und s = 29 im tiefen Ozean
und s
= 20 im Oberflächenwasser.
<< vorhergehender Begriff |
|
nächster Begriff >> |
|
|
|
Diese Seite als Bookmark speichern :
|