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Dichte
Quotient aus der Masse eines Stoffes und seinem Volumen. Sie wird angegeben in kg/m3 oder g/cm3 oder kg/1 usw. . Im Gegensatz zu den alten Begriffen »Wichte« oder »spezifisches Gewicht« ist die D. unabhängig von der Erdbeschleunigung. Allerdings: Für Orte nahe der Erdoberfläche sind die Wichteangaben (die sich auf die »Gewichtskraft« einer Masse beziehen) und die Dichte mit meist ausreichender Genauigkeit gleichzusetzen.
In der Fotografietechnik:
In Optik und Fotografie wird zwischen optischer Dichte und fotografischer Dichte (Schwärzungsdichte) unterschieden. Die optische Dichte eines durchsichtigen Materials (z. B. Glas) bestimmt dessen Brechkraft. Optische Medien mit hoher Brechkraft (großem Brechungsindex) bezeichnet man als optisch dünne, die mit niedriger Brechkraft (kleinen Brechzahlen) als optisch dichte Medien. Die Dichte von Schwarzweißfilmen (ihre Schwärzung) ist als negativer dekadischer Logarithmus ihrer Transparenz definiert. Sie ist ein Maß für die Intensität der der Entwicklung vorausgegangenen Belichtung und wird mit dem Densitometer gemessen. Die mathematisch faßbare Beziehung zwischen Dichte (Schwärzung) und Belichtung ist in der Schwärzungskurve dargestellt. Die Dichte eines kontinuierlichen Graukeils verläuft ko-linear mit der subjektiven Empfindung des menschlichen Auges. Aus diesem Grund werden Dichteangaben oft den Transparenzwerten vorgezogen. Die Farbdichte von Farbfilmen muß mit einem Spektralphotometer gemessen werden.
Klassische
MechanikStrömungsmechanikOptikFestkörperphysik, 1) im weiteren Sinne der
Quotient aus einer physikalischen Grösse und einer Längeneinheit (Liniendichte),
Flächeneinheit (Flächendichte) oder Raumeinheit (Raumdichte). Je nachdem,
welche Grössen zueinander ins Verhältnis gesetzt werden, spricht man
beispielsweise in der Elektrodynamik von der Flächenladungsdichte, d.h. der
elektrischen Ladung q je Flächeneinheit A, s = dq/dA;
von der Raumladungsdichte r = dq/dV, die als Quotient von
Ladungselement dq im Volumenelement dV definiert wird, von der
elektrischen Stromdichte, dem Vektor j mit der
Richtung des Ladungsflusses und dem Betrag j = dI/dA ^ , der der Quotient aus
infinitesimalem Stromstärkeelement dI und senkrecht zum Stromfluss
durchsetztem Querschnittsflächenelement dA ^ ist.
Analoge Dichten und Stromdichten können für zahlreiche weitere
Grössen definiert werden, beispielsweise für Energie, Impuls und elektrisches
oder magnetisches Dipolmoment. In den letzten beiden Fällen nennt man die
Dichten Polarisation und Magnetisierung. In diesem Sinne spielt der
Dichtebegriff in allen Feldtheorien eine grosse Rolle; in den
Quantenfeldtheorien beispielsweise wird statt des
Einteilchen-Hamilton-Operators die Hamilton- bzw. Lagrange-Dichte eingeführt.
Über die eingangs gegebene Erklärung hinaus wird der Begriff der Dichte oft
auch benutzt, wenn eine Grösse nicht auf geometrisch erklärte Längen, Flächen
oder Volumina bezogen wird. Zum Beispiel versteht man unter der Spektraldichte
bei Spektren die Intensität je Wellenlängenintervall dl oder unter
Zustandsdichte die Anzahl der stationären Quantenzustände je Energieintervall dE.
2) im engeren (ursprünglichen) Sinne die Raumdichte der
Masse physikalischer Körper, d.h. die Masse eines Stoffes je Volumeneinheit.
Ausser vom Material des Körpers hängt die Dichte indirekt über die
Volumenabhängigkeit auch vom Druck und der Temperatur ab. Diese Abhängigkeit
ist bei Flüssigkeiten und Gasen besonders ausgeprägt (Tabelle). Bei homogenen
Körpern gilt: r = m/V, bei beliebig inhomogenen Körpern r
= dm/dV, wobei m die Masse und V das Volumen des
betrachteten Körpers ist. Die SI-Einheit der Dichte ist kg/m3, ausserdem üblich sind
kg/l und g/cm3.
Der Kehrwert der Dichte wird als spezifisches Volumen bezeichnet. Er gibt an,
welches Volumen von der Masseneinheit des Stoffes eingenommen wird.
Die Dichte fester Körper bestimmt man direkt aus Masse und
Volumen; lässt sich letzteres nicht berechnen, so wird es durch Eintauchen in
eine geeignete Flüssigkeit bekannter Dichte ermittelt. Bei der Wägung ist der
vom Luftdruck abhängige Auftrieb in Luft zu berücksichtigen. Eine weitere
Möglichkeit bietet das auf dem Archimedischen Prinzip beruhende
Auftriebsverfahren, bei dem sich die Dichte aus der Gewichtsabnahme beim Eintauchen
in eine spezifisch leichtere Flüssigkeit ergibt (hydrostatische Waage). Beim
Schwebeverfahren erhält man unmittelbar die Dichte des Körpers, da sie
derjenigen der Flüssigkeit gleich ist, wenn der Körper schwebt. Die Dichte der
Messflüssigkeit wird durch Mischen zweier ideal mischbarer Flüssigkeiten
bekannter Dichte eingestellt. Varianten hiervon sind die Methode der
Dichtegradientensäule, die Schlierenmethode und die Magnetschwebemethode.
Der mit konventionellen Verfahren ermittelbaren Dichte kann
die röntgenographische Dichte (kurz Röntgendichte) von Festkörpern
gegenübergestellt werden. Sie errechnet sich als Quotient aus der Masse der in
einer Elementarzelle gemäss der Strukturbestimmung enthaltenen Atome und dem
Volumen der Elementarzelle. Meist ergibt sich für die Röntgendichte ein etwas
grösserer Wert als für die herkömmlich ermittelte Dichte. Dies ist ein Indiz für
das Vorhandensein von Leerstellen (Gitterdefekten, Poren, Einschlüssen von
Gasbläschen, etc.) in der Realstruktur.
Die Dichte von Flüssigkeiten wird am genauesten durch Wägen
der Probesubstanz im Pyknometer bestimmt. Da der Auftrieb in einer Flüssigkeit
ihrer Dichte r und dem verdrängten Volumen proportional ist, kann r
an einem Aräometer (Senkwaage) bei geeigneter Kalibrierung seiner Skala direkt
abgelesen werden. Auch kommunizierende Röhren können zur Dichtebestimmung von
Flüssigkeiten verwendet werden. Weitere Messverfahren sind die
Permanentmagnet-Methode, bei der die Kraft bestimmt wird, die erforderlich ist,
um einen magnetischen Schwimmkörper in einer Flüssigkeit unterzutauchen, und
der Einsatz von (Biege-)Schwingermessgeräten, bei denen ausgenutzt wird, dass das
Quadrat der Eigenschwingungsfrequenz eines flüssigkeitsgefüllten Rohrstücks
umgekehrt proportional zu seiner Gesamtmasse ist.
Die Dichte von Gasen wird meist auf Normalbedingungen, d.h.
auf die Temperatur von 0°C und den Druck von 101325Pa bezogen. Als
Vergleichsgas wird oft Luft benutzt. Gasdichten können in Gasballons ermittelt
werden, indem man diese evakuiert und zunächst mit Wasser gefüllt und dann mit
dem zu messenden Gas gefüllt wiegt. Dem Auftriebsverfahren entspricht bei Gasen
die Bestimmung der Dichte mit der Gaswaage. Gasdichtemessungen dienen häufig
zur Bestimmung der relativen Molekülmasse, da die Dichten proportional den
relativen Molekülmassen sind.
Da in den Massenschwächungskoeffizienten für ionisierende
Strahlung die Dichte eingeht, kann aus der Messung der Schwächung einer das
Messgut durchsetzenden Röntgen-, g- und unter Umständen auch b-Strahlung bei
bekannten Massenschwächungskoeffizienten auf die Dichten des durchstrahlten
Stoffes geschlossen werden, solange die Absorption der Dichte proportional ist.
Dichtebestimmung für Strömungsuntersuchungen: Die Dichte in
ebener gasdynamischer Strömung kann man mit Hilfe von Interferometern
ermitteln, wobei vorwiegend das Mach-Zehnder-Interferometer benutzt wird. Man
unterscheidet zwei Verfahren:
(i) Wenn alle vier Spiegel genau parallel stehen und die
optischen Wege beider Lichtstrahlen gleich lang sind, müsste bei fehlender
Strömung theoretisch die Nullinterferenz vorliegen und das gesamte Gesichtsfeld
eine gleichmässig getönte Fläche sein. In der Praxis ist jedoch immer eine
Restfigur mit grossem Streifenabstand vorhanden. Nach dem Einsetzen der Strömung
werden Streifen sichtbar, die Linien gleicher Dichte darstellen. In isentroper
Strömung sind es gleichzeitig Linien konstanter Geschwindigkeit, konstanten
Druckes und konstanter Temperatur.
(ii) Im Ruhezustand ist ein Nullgitter vorhanden. Aus der
Ablenkung der Streifen infolge von Dichteunterschieden in der Strömung können
die Linien konstanter Dichte ermittelt werden.
Dichte: Dichten von festen, flüssigen und
gasförmigen Stoffen bei gegebener Temperatur und gegebenem Druck.
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Dichte einiger fester und flüssiger Stoffe
[g / cm3] bei 20 °C
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Aluminium
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2,70
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Blei
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11,35
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Eisen
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7,86
|
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Gold
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19,30
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|
Quecksilber
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13,54
|
|
Uran
|
18,70
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|
Diamant
|
3,50
|
|
Silber
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10,50
|
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Platin
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21,40
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Osmium
|
22,50
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Dichte von Wasser bzw. Eis bei verschiedenen Temperaturen
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|
0 °C
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0,917
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4 °C
|
1,000
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20 °C
|
0,998
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Dichte einiger Gase [g / l] bei 1,01325 bar
und 0°C
|
|
Helium
|
0,1785
|
|
Luft
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1,2930
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Methan
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0,7168
|
|
Sauerstoff
|
1,4290
|
|
Stickstoff
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1,2505
|
|
Wasserstoff
|
0,0988
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3) Optik: Als spektrale Dichte bezeichnet
man den zu einem bestimmten Frequenzintervall gehörende Anteil einer
Strahlungsgrösse an der Gesamtgrösse, im Grenzfall den Differentialquotient aus
der Strahlungsgrösse und der Frequenz bzw. der Wellenlänge:
.
X bezeichnet hier eine beliebige Strahlungsgrösse, der
Index kennzeichnet den spektralen Anteil der Grösse. Für die spektrale Dichte
der Strahlungsleistung gilt z.B. .
Die spektrale Dichtefunktion ist definiert als der Quotient
aus der spektralen Dichte und dem Funktionswert an einem Bezugspunkt n0 oder l0:
.
S heisst Strahlungsfunktion und ist dimensionslos.
(optische Dichte, Ewald-Oseen-Theorem)
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