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Mikrorechner

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Julian Schultheiss

Mikrocomputer. Digitalrechner in Form von wenigen IS. Die kleinste, selbständige Recheneinheit eines M. besteht aus einem Mikroprozessor, einer Speichereinheit aus Halbleiterspeichern (Hauptspeicher als ROM undoder RAM) sowie einer IS für die Ein- und Ausgabe (EA-IS) der Daten, die von der Arithmetik-Logik-Einheit (ALU) des Mikroprozessors bearbeitet werden sollen. Der M. kann aufgrund seiner hohen Flexibilität an die unterschiedlichsten Aufgaben angepaßt werden. Diese können sowohl einfache Steuer- und Regelungsaufgaben als auch Aufgaben der konventionellen Datenverarbeitung, die noch vor einigen Jahren teilweise mit Großrechnern ausgeführt wurden, umfassen. Man erreicht diese hohe Flexibilität einerseits durch die Programmierung der Arbeitsweise des M. mittels der in der Speichereinheit gespeicherten Programme (Anwenderprogramm, Betriebssystem) und andererseits durch die Anschlußmöglichkeiten für fast beliebige periphere Bausteine und Geräte, wie Tastaturen, Bildschirme, Sensoren, Stellglieder usw. Die benötigte Kapazität des Hauptspeichers hängt stark von den Forderungen des jeweiligen Anwendungsfalls ab; typische Werte liegen zwischen 0, 5 und 64 Kbyte. Zur Erweiterung der Funktionsfähigkeit der M. wurden zusätzliche IS, wie DMA, CTC, MMU, entwickelt. Alle derartigen zu einem bestimmten Mikroprozessor passenden IS werden als Systemschaltkreise des jeweiligen Mikroprozessors bezeichnet. Aus einem Mikroprozessor-System kann man je nach den Anforderungen mehr oder weniger komfortable M. aufbauen. Eine besondere Form des M., bei dem die Funktionen Mikroprozessor, Speichereinheit und EA-Logik in einer IS vereint sind, ist der Einchip-Mikrocomputer.

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