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Modulationstransferfunktion

Medizinische Physik, Medizintechnik, MTF, optische Transferfunktion, OTF, Funktion, welche die Abbildungseigenschaft eines abbildenden Systems (z.B. Linsensystem, Computertomograph, konfokales Lasermikroskop) beschreibt. Während die Punktantwortfunktion (PSF, point spread function) die Abbildung eines Punktes im Ortsraum darstellt, beschreibt die MTF dieselbe Eigenschaft im Frequenzraum. Sie ist also die Fourier-Transformierte (Fourier-Transformation) der PSF. Da die Fourier-Transformation ein Objekt in periodische Strukturen zerlegt, beschreibt die MTF, wie diese Strukturen durch die Abbildung verändert werden. Ein MTF-Wert von 1 für eine bestimmte Frequenz bedeutet, dass diese Struktur überhaupt nicht verändert wird, während eine MTF von 0 bedeutet, dass die Struktur volltändig unterdrückt wird. MTF-Werte zwischen 0 und 1 entsprechen einer Abschwächung der Struktur. Im Idealfall hat die MTF also für jede Frequenz den Wert 1, das bedeutet, reales Objekt und Bildkontrast sind identisch. In der Realität hat die MTF für die Frequenz w = 0 den Wert 1, was einem homogenen Untergrund entspricht, und fällt dann - charakteristisch für das jeweilige Abbildungsverfahren - auf Null ab. Mit der MTF hat man ein Mass, um die Abbildungseigenschaften zweier Systeme vergleichen zu können. Für jede Frequenz liefert das System mit der höheren MTF die bessere Abbildung.

 

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