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Radiopharmazeutika

Medizinische Physik, Medizintechnik, Radiopharmaka, radioaktive Substanzen, die dem Patienten für die Diagnose und Therapie von Erkrankungen häufig in Form einer Injektion verabreicht werden. Da die im Körper entstehende Strahlung ausserhalb des Körpers detektiert wird, emittieren Radiopharmazeutika ausschliesslich direkt oder indirekt (SPECT, Positronenemissionstomographie) Gammastrahlung. Alphastrahler und Betastrahler haben eine zu geringe Reichweite, um ausserhalb des Körpers detektiert werden zu können. Weiter sollten Radiopharmazeutika eine geringe Halbwertszeit besitzen, um die Strahlenbelastung des Patienten zu minimieren. Ein Radiopharmakon kann ein radioaktives Isotop oder eine markierte Verbindung (radioaktive Markierung) sein. Die Herstellung der radioaktiven Elemente erfolgt in einem Zyklotron oder durch Nuklidgeneratoren. Viele Radiopharmaka müssen wegen ihrer kurzen Halbwertszeit von wenigen Minuten darum direkt am Ort der Verwendung hergestellt werden. Bei 80 % der nuklearmedizinischen Untersuchungen werden Technetium-99m-Verbindungen verwendet. Sie haben den Vorteil, dass sie in einem Generatorverfahren hergestellt werden und daher auch in Gebieten ohne Beschleunigerlabor zur Verfügung stehen. Zur Markierung der Verbindungen stehen verschiedene Methoden zur Verfügung: Austauschmarkierung, Biosynthese, chemische Synthese und Fremdmarkierung. Radiopharmazeutika müssen steril und pyrogenfrei sein und unterliegen wie Arzneimittel einer ständigen Qualitätskontrolle, bei der zusätzlich die Nuklidreinheit, die radiochemische Reinheit, die Aktivität und gegebenenfalls die Partikelgrösse des Präparats kontrolliert werden.

 

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