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Seeing

Astronomie und Astrophysik, das durch die Luftunruhe der Atmosphäre hervorgerufene Flackern der Sterne. Die Atmosphäre über einem Teleskop ist niemals ruhig und statisch. Durch natürliche Luftströmungen sowie Temperaturdifferenzen in verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre treten Turbulenzzellen auf, die gegenüber benachbarten Zellen geringfügige Dichteunterschiede besitzen. Dadurch unterscheiden sich auch die Brechzahlen dieser Zellen voneinander, so dass ein von ausserhalb der Atmosphäre eintretender Lichtstrahl auf dem Weg zum Teleskop vielfach gebrochen wird. Als Nettoeffekt scheint der Lichtstrahl innerhalb von Sekundenbruchteilen aus geringfügig unterschiedlichen Richtungen zu kommen, was die auf astronomischen Aufnahmen sichtbaren Sternscheibchen verursacht. Das Seeing lässt sich duch Speckle-Interferometrie oder mittels adaptiver Optik kompensieren.

 

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