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Sintern

Wärmebehandlung am Ende eines Prozesses zur Herstellung von technischen Teilen (Fertigungstechnik) aus Pulver unter Umgehung der flüssigen Phase. Speziell hergestelltes Pulver wird zunächst in einer Form zu einem Rohling gepreßt, der anschließend »gesintert« wird. Geschieht das unter Druck, spricht man von »Drucksintern«, werden Pressen und Sintern zweimal ausgeführt, von »Doppelsintern«. Da die Verarbeitung unterhalb der Schmelztemperatur der Pulver geschieht, entstehen schlackenfreie Werkstücke und Fertigteile. Sinterwerkstoffe (Werkstoffe) lassen sich in vier Hauptgruppen einteilen: 1. Werkstoffe mit sehr hohen Schmelztemperaturen und 2. solche, die nur grobkristallin (Kristall) erstarren, aus denen aber ein feinkörniges Gefüge gewünscht wird. 3. Gemenge von Metallen, die selbst im flüssigen Zustand nicht entstehen würden, aber als Verbundwerkstoffe, wie Hartmetallschneiden (Hartmetall), eingesetzt werden sollen. 4. Materialien, aus denen Massenteile wirtschaftlich hergestellt werden sollen, oder teure, bei deren Verarbeitung so gut wie keine Abfälle entstehen und die nach dem S. nicht mehr oder nur noch wenig bearbeitet werden sollen. Festkörperphysik, das Stückigmachen feinkörniger Stoffe durch Wärmebehandlung unterhalb der Schmelztemperaturen.

 

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