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Austrittsarbeit

Energie, die einem Elektron in einem Festkörper zugeführt werden muß, damit es aus dem Festkörperverband herausgelöst wird. Die A. muß bei allen Elektronenvorgängen aufgebracht werden. Die Energiezufuhr kann thermischer (Thermoemission), strahlungsphysikalischer (Photoemission) oder elektrischer (Feldemission) Natur sein. Die A. ist stark materialabhängig . Die langwellige Grenze der spektralen Empfindlichkeit von Empfängern (Photozellen) hängt von der A. ab. die Energie, die ein Elektron beim Verlassen eines Festkörpers aufbringen muss. Die Austrittsarbeit ist definiert als die Differenz zwischen dem Vakuumniveau und der Fermi-Energie des Festkörpers. Da das Fermi-Niveau bei Halbleitern i.a. in der Bandlücke (Energielücke) liegt, in der keine elektronischen Zustände vorhanden sind, werden dort zusätzlich die Elektronenaffinität und die Ionisierungsenergie angegeben. Die Austrittsarbeit ist abhängig von der Orientierung und der atomaren Struktur der Oberfläche und kann durch Adsorbate stark beeinflusst werden. Eine Bestimmung der Austrittsarbeit erfolgt mittels Photoelektronenspektroskopie, Experimenten zur thermischen Emission und Feldemission oder mit der Kelvin-Methode.

 

Austrittsarbeit verschiedener Materialien.

Material

Austrittsarbeit F in eV

Tantal

4,19

Molybdän

4,16

Kupfer

4,39

Silber

4,05

Platin

5,32

Wolfram

4,54

Lanthanhexaborid (LaB6)

2,7

 

 

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Austrittsdruck

 

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