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Dadaismus

Internationale Kunstrichtung, die 1916 im »Cabaret Voltaire« in Zürich proklamiert wurde und die totale Absage an traditionelle künstlerische Bewegungen und Stilrichtungen forderte. Die ersten Dadaisten waren in die Schweiz emigrierte Künstler: Hans Arp (1887-1966), Hugo Ball (1886-1927), Richard Huelsenbeck (1892 bis 1974), Tristan Tzara (1896—1963). Der Name Dada selbst ist nach der Überlieferung eine rein zufällige Bezeichnung. Dada-Gruppen bildeten sich in Berlin, Köln, New York, Paris. Neben revolutionierenden Ausdrucksformen in Malerei und Plastik wurde die Fotografie als gestalterisches Mittel eingesetzt, meist mit gesellschaftskritischer Zielsetzung. Ihre aggressivste Form fand sie in der Collage und - Fotomontage. Vor allem die Berliner Dada-Gruppe war es, die sie praktizierten: George Grosz (1893-1953). Raoul Hausmann (1886-1971, John Heartfield (1891-1968; u. a. Auch der gleichzeitig in Paris und New York aufkommende Surrealismus sah in der Fotomontage eine hervorragend geeignete gestalterische Technik (Max Ernst [1891-1976], Marcel Duchamp [1887-1968] und Man Ray [1890-1977]). Der Dadaismus bewirkte, daß von nun an in der Kunst alles möglich war, wie es Picasso (1889 bis 1974) bereits zu Beginn seiner ku-bistischen Periode formulierte. Marcel Duchamp definierte in ähnlicher Weise seine Ready Mades: »Es ist der Gegenstand selbst, der durch die Auswahl des Künstlers zur Würde des Kunstgegenstandes erhoben wird.« In der NeoDada-Bewegung der joer Jahre erfuhr der Dadaismus eine Spätblüte und führte zu Stilrichtungen, die als Objektkunst, Environment oder Combine painting bekannt geworden sind (Robert Rauschenberg [geb. 1925], Andy Warhol [geb. 1928]).

 

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