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Empfindlichkeitssteigernde Entwicklung

In extremen Lichtsituationen, z. B. bei Sportveranstaltungen in Hallen oder bei Flutlicht, können die Lichtverhältnisse so sein, daß auch der höchstempfindliche Film für eine normale Belichtung nicht mehr ausreicht. Erfahrene Fotografen riskieren dann eine gezielte Unterbelichtung bei anschließender empfindlichkeitssteigernder Entwicklung des Films. Beispielsweise kann ein guter Schwarzweißfilm von 27 DIN wie 33 DIN oder gar wie 36 DIN belichtet werden, wenn er anschließend entsprechend forciert entwickelt wird (längere Entwicklung bei angehobenen Entwicklertemperaturen). Meist ist das, trotz aller chemischer und entwicklungstechnischer Tricks, mit der Entstehung eines kräftigeren Korns und mit verminderter Schärfe verbunden. Die Rezepte sind, je nach Filmtype und Art des Entwicklers, unterschiedlich. Bei Farbumkehrfilmen ist die Situation etwas schwieriger. Fachlabors bieten z. T. Spezial-entwicklungen von High Speed Filmen bis zu 30 DIN an, wobei allerdings die Grundschwärze der Farbfilme bereits merklich abzusinken beginnt und Farbverschiebungen sichtbar werden. Eine empfindlichkeitssteigernde Entwicklung von Farbnegativfilmen ist nur mit starken Qualitätseinbußen möglich.

 

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Empfindlichkeitszeit

 

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