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Hubble-Fluss

das von der Expansion des Universums verursachte Auseinanderstreben der Galaxien bzw. das Wegstreben der Galaxien von der Erde, das sich durch eine Rotverschiebung (kosmologische Rotverschiebung) der Spektren der Sterne manifestiert. Aufbauend auf Überlegungen von de Sitter, Weyl u.a., die ergaben, dass die Fluchtgeschwindigkeiten v der Galaxien proportional zu ihrer Entfernung D sein sollten, wurde im Jahr 1929, nach E.P. Hubbles Messung der Entfernung von Galaxien mit Hilfe von veränderlichen Sternen (Cepheiden ), die kosmologische Bedeutung des Hubble-Gesetzes v = H(0) D erkannt: das Universum ist - im Gegensatz zur bis zu diesem Zeitpunkt akzeptierten Auffassung - nicht statisch, sondern expandiert, und die damit verbundene Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien ist um so grösser, je weiter diese von uns entfernt sind. Damit ist der Hubble-Fluss, neben der kosmischen Hintergrundstrahlung und der relativen Häufigkeit der leichten Elemente ( primordiale Nukleosynthese) eine der drei wichtigsten empirischen Stützen des Standardmodells der Kosmologie. Darin wird das Hubble-Gesetz als lineare Näherung an einen expandierenden Kosmos abgeleitet, der geometrisch durch die Robertson-Walker-Metrik beschrieben wird. Obwohl inzwischen die Rotverschiebung von mehr als 3 · 104 Galaxien gemessen wurde, ist die Hubble-Konstante H(0), welche die momentane Expansionsgeschwindigkeit des Universum beschreibt, aufgrund der Schwierigkeit bei der Entfernungsmessung nur bis auf einen Faktor 2 bekannt. Sie wird daher in der Form H(0) = 100 h km s-1 Mpc-1 angegeben, wobei der erlaubte Bereich heute bei 0,55 £ h £ 0,9 liegt.

 

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