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Korn

Die Feinheit der körnigen Grundstruktur einer jeden fotografischen Schicht hängt von der durchschnittlichen Größe der Silberhalogenidkristalle ab. Korngröße und Lichtempfindlichkeit eines Films stehen in engem Zusammenhang: Je größer der Kristalldurchmesser der unbelichteten Silberhalogenide ist, desto größer deren Aussicht, von einer ausreichenden Lichtmenge getroffen und dadurch entwicklungsfähig zu werden. Der mittlere Kristalldurchmesser in niedrigempfindlichen (feinkörnigen) Schichten liegt bei ca. 0,2 m, der einer hochempfindlichen (grobkörnigen) Emulsion bei ca. 2,0 bis 4,0 m . Bei der Entwicklung belichteter Filme, d. h. bei der partiellen Umwandlung der Silbersalze in das elementare Metall, kommt es zu Veränderungen in der Kristallstruktur, zu Kristallwachstum und zu Koagulaten (Zusammenballungen mehrerer Kristalle), wodurch die in der Vergrößerung sichtbare Kornstruktur eines entwickelten Bildes maßgeblich beeinflußt wird. Da in der Emulsion mehrere Kornlagen übereinandergeschichtet sind (bis zu 20), können voneinander unabhängige Silberkörner optisch zu einem noch größeren Komplex verschmelzen, was bei der Betrachtung (bzw. Vergrößerung) in gerichtetem Licht deutlich in Erscheinung tritt. Beim Umkopieren und Vergrößern eines Negativs werden im Positiv feinste dunkle Strukturen sichtbar, die den hellen Zwischenräumen im Negativ entsprechen. Dieses »Positivkorn« ist keineswegs mit dem tatsächlichen Korn des Negativs identisch. Die sichtbare Auswirkung des Korns, d. h. die Zerrissenheit des im Grunde homogenen Bildes wird durch den Begriff der _> Körnigkeit umschrieben.

 

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