A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

Landau

Biographien, Lew Dawidowitsch, sowjetischer Physiker, *22.1.1908 Baku, †1.4.1968 Moskau; ab 1933 Professor in Charkow, ab 1937 in Moskau, wo er eine wissenschaftliche Schule gründete, aus der zahlreiche bedeutende sowjetische Physiker hervorgingen; hervorragender, ungewöhnlich vielseitiger theoretischer Physiker mit über 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen; grundlegende Arbeiten über Diamagnetismus (1930, 1939; Landau-Peierls-Diamagnetismus; Landau-Diamagnetismus), Antiferromagnetismus (1936), Theorie der Spektren zweiatomiger Moleküle, kosmische Strahlung (1938, Kaskadentheorie der Elektronenschauer), Polaronentheorie der Leitfähigkeit von Ionenkristallen (1933, 1948), Plasmaphysik (1936, 1946; Landau-Dämpfung, Landau-Lifschitz-Gleichung), Theorie der Phasenübergänge zweiter Art (1937), Theorie (Zweiflüssigkeitenmodell) der Supraflüssigkeiten (insbesondere Helium II, 1941), Theorie der Supraleitung (1950, unter anderem Ginsburg-Landau-Theorie der Supraleitung, mit W.L. Ginsburg; Abrikossow), Theorie der Fermi-Flüssigkeiten (1956), Quantenmechanik (unter anderem Einführung der Dichtematrix, 1927), Quantenelektrodynamik (1954-55), Quantenfeldtheorie, Elementarteilchenphysik, Kernphysik, Kerntechnik und Raketentechnik; erhielt 1962 den Nobelpreis für Physik für seine Untersuchungen über die Superfluidität von flüssigem Helium; wurde nach einem Autounfall (1962) sechsmal dem klinischen Tod entrissen.

Literatur: Lehrbuch der theoretischen Physik (mit J.M. Lifschitz, 10 Bände, russisch ab 1938, deutsch ab 1965),
Was ist Relativitätstheorie? (russisch 1959, deutsch 1981).

Landau

Landau, Lew Dawidowitsch

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Land Art
Landau-Dämpfung

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

Weitere Begriffe : Drehstrom | Hyperbel | Hyperboloid

Übersicht | Themen | Unser Projekt | Grosse Persönlichkeiten der Technik | Impressum | Datenschutzbestimmungen