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Laserentfernungsmessung
eine Methode zur Bestimmung des Abstands
Erde-Mond sowie zur Positionsbestimmung von Satelliten (Satellitengeodäsie)
nach dem Puls-Echo-Verfahren (also mit einer Laufzeitmessung). Hierzu werden
seit 1969 von Messstationen auf der Erde Lichtpulse von ca. 200 ps Dauer mit
leistungsstarken Neodymlasern erzeugt und auf mehrere bei Mondmissionen auf der
Mondoberfläche positionierte Reflektoren ausgerichtet. Die Laserstrahlen werden
stark aufgeweitet (auf etwa 75 cm Strahldurchmesser), um eine äusserst geringe
Strahldivergenz zu ermöglichen. Trotzdem bedeckt der Strahl auf dem Mond
bereits eine Fläche von rund 20 km2. Da die wirksame Reflektorfläche nur etwa 1 m2 beträgt und der Strahl
auf dem Rückweg zur Erde noch einmal stark an Intensität verliert, benötigt man
sehr leistungsfähige Laser und Nachweissysteme, um überhaupt noch ein
nachweisbares Signal auf der Erde zu erhalten. Die erreichbare Genauigkeit der
Zeitmessung (unter 10-10 s) erlaubt eine
Genauigkeit der Entfernungsmessung von unter einem Zentimeter und soll bis auf
wenige Millimeter verbessert werden. Zur Auswertung der Daten und der
Berechnung der Mondbahn, d.h. der Positionsbestimmung zu beliebigen
Zeitpunkten, müssen die Allgemeine Relativitätstheorie verwendet und alle
grösseren Körper des Sonnensystems einbezogen werden. Auch die Auswirkungen der
Gravitation der Sonne auf die Lichtausbreitung (Laufzeitverlängerung,
Strahlkrümmung) ebenso wie die Kontinentaldrift und die Gezeitenverformung der
Erde sind bei diesen Genauigkeiten zu berücksichtigen.
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