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Massenspektrometer
Massenspektrograph, Gerät zur Analyse eines
Ionenstrahls nach der Masse M der einzelnen Ionen.
Das (auch als Wien-Filter bezeichnete) Prinzip einer Selektion a) nach der
Energie E = 1 / 2 Mv2 durch elektrostatische
Ablenkung und b) nach dem Impuls p = Mv durch magnetische Ablenkung und der daraus
abgeleiteten Berechnung der Masse zu M = p2
/ 2E wurde erstmals von Thomson (1912) und Aston
(1919) vorgestellt (Astonscher Massenspektrograph).
Im Mattauchschen Massenspektrographen benutzt man zur
Energiebestimmung einen Zylinderkondensator und zur Impulsbestimmung ein
homogenes Magnetfeld. In der Beschleunigermassenspektroskopie (AMS) wird die
elektrostatische Selektion durch elektrostatische Beschleunigungsstrecken eines
Ionenbeschleunigers ersetzt, welche die Ionen nur bei richtigem e / M-Verhältnis
phasenkonstant passieren können. In einem Speicherring werden unterschiedliche e / M-Verhältnisse durch
unterschiedliche Umlaufzeiten erkannt. Hier können DM / M-Werte besser als 10-9 erzielt werden.
Die heute gebräuchlichsten Massenspektrometer sind
Quadrupol-Massenspektrometer. Dabei durchlaufen die Teilchen eine Anordnung aus
vier idealerweise parabelförmigen Elektroden, an die eine Kombination aus einem
elektrischen Gleich- und einem Wechselfeld angelegt wird. Bei einer bestimmten
Kombination dieser Felder gelangen nur Teilchen bestimmter Masse und Energie
durch die Anordnung, da die Bahnen anderer Teilchen Oszillationen mit stetig
anwachsender Amplitude aufweisen.
Die Massenbestimmung von Reaktionsprodukten nach
Kernreaktionen in Kern-Kern-Stössen erfolgt meist in Teilchenspektrometern durch
Bestimmung a) des Impulses durch die magnetische Ablenkung und b) der Energie
durch die Messung der Flugzeit.

Massenspektrometer: a) Prinzip; b) massenspektrometrische
Aufnahme der Isotope des Elements Cadmium; c) Mikrovergrösserung eines
Massenspektrogramms verschiedener Molekül- und Atomionen der Massenzahl A = 16.
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