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Rotorblätter

kreisende Tragflügel mit Profilquerschnitt zur Erzeugung des Auftriebs am Hubschraubermodell. Die Geschwindigkeit der R. elemente nimmt mit steigendem Radius zu, demzufolge auch der von ihnen erzeugte Auftrieb. In der Nähe der Rotorachse erzeugen die R. deshalb nur geringen Auftrieb, der mit zunehmender Blattlänge wächst, bei 2/3 Blattlänge das Maximum erreicht und sich dann infolge der Randwirbel und des Druckausgleichs um die Blattenden herum (induzierter Widerstand) wieder verringert. Um eine gleichmäßige Auftriebsverteilung zu erzielen, könnte man die R. schränken (Schränkung). Da die R. aber sehr lang, dünn und schmal, demzufolge bei den auftretenden Fliehkräften auch flexibel sind, wird die Schränkung nicht angewendet. Aus Festigkeitsgründen wählt man zur Herstellung derR. meist Holz. An kleinen ModellHubschraubern bestehen die R. aus Plast oder aus einer Holzleiste. Für größere ModellHubschrauber sind die R. in Schichtbauweise aus Holzhergestellt. Dabei besteht die Nase ausschwerem Holz (Esche, Buche), der hintereTeil des Profils aus leichtem Holz (Balsa). Das Profil der R. ist meist ein ClarkYProfil mitgerader Unterseite, das einen großen Auftriebsbeiwert hat. Für HubschrauberModelle mit kollektiver Blattverstellung wirdmeist ein symmetrisches NACAProfil gewählt, da diese Profile eine bessere Druckpunktfestigkeit haben als halbsymmetrischeProfile. R. mit symmetrischem Profil sindschwieriger herzustellen. Damit das Profilauch tatsächlich den vorgesehenen Auftrieberzeugt, müssen die R. eine völlig glatteOberfläche erhalten. Sie werden darummeist mit Bespannfolie bezogen. Vorsieht: die R. unterliegen beim Flug einerstarken Beanspruchung; die Spitzen derBlätter erreichen die Geschwindigkeit von ca. 100 m/s m 360 km/h bei Fliehkräften von ca. 500... 600 N (50... 60kp). Dem Auswiegen der einzelnen Blätter und dem Auswuchten des Rotors ist daher besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Unachtsamkeiten dabei sind nicht nur Ursache für Schäden am Gerät, sondern auch eine erhebliche Gefahrenquelle

 

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