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Schubnikow

Biographien, Lew, russischer Physiker, Pionier der sowjetischen Tieftemperaturphysik, *29.9.1901 St. Petersburg, †10.11.1937, 1918-26 Physikstudium an der Universität Petersburg, 1926-30 Studienaufenthalt im Leidener Tieftemperaturlabor bei W.J. de Haas, 1930 Rückkehr in die Sowjetunion und ab 1931 Aufbau des ersten Tieftemperaturlaboratoriums der Sowjetunion am Ukrainischen Physikalisch-Technischen Institut in Charkow; 1935 Berufung zum Professor für Festkörperphysik der Universität Charkow; im Sommer 1937 Verhaftung durch den sowjetischen Geheimdienst und als Opfer des Stalinschen Terrors Hinrichtung, 1957 offizielle Rehabilitierung.

Schubnikows frühe Arbeiten beschäftigen sich u.a. mit der Züchtung von reinen und grossen Metall-Einkristallen, insbesondere des Wismut (Obreimow-Schubnikow-Methode, I.W. Obreimow) und deren Nutzung in der Tieftemperaturforschung. 1930 (gemeinsam mit de Haas) an Bi-Einkristallen erstmaliger Nachweis von Quantenoszillationen im Festkörper (Schubnikow-de Haas-Effekt); 1932 erste Helium-Verflüssigung in der Sowjetunion und Aufnahme von Forschungen zur Supraleitung, insbesondere zu supraleitenden Legierungen: 1934 Nachweis des Verdrängungseffekts in einer einfacheren Geometrie als der von Meissner und Ochsenfeld eingeführten , 1935 experimenteller Nachweis der Existenz zweier Phasen des supraleitenden Zustandes in Legierungen (Schubnikow-Phase, gemischter Zustand eines supraleiters 2. Art), der zur Grundlage der Theorie der Supraleiter 2. Art wird (Abrikossow, 1957). Weiterhin Entdeckung des antiferromagnetischen Phasenübergangs (1935) und erste Messung des kernmagnetischen Moments von Wasserstoff (gemeinsam mit Lasarew, 1936).

 

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