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Schwerelosigkeit

Klassische MechanikLuft- und Raumfahrttechnik, Mikrogravitation, physikalischer Zustand, bei dem für einen Körper oder ein geschlossenes System von Körpern durch antriebslose Bewegung in einem Gravitationsfeld jede Andruck- und damit Schwerewirkung aufgehoben ist. Auf der Erde lässt sich echte Schwerelosigkeit nur im freien Fall z.B. in Falltürmen oder näherungsweise auf Parabelflügen mit Flugzeugen simulieren. Auch Höhenforschungsraketen werden heute noch gelegentlich abgeschossen, um das Verhalten künftiger Experimente unter Schwerelosigkeit zu testen. Bei Raumflügen tritt Schwerelosigkeit während jeder antriebslosen Phase des Fluges (Antriebsunterbrechung, Freiflugbahn usw.) auf. Sie ist eine der wichtigsten Eigenschaften bei der Herstellung neuer Materialien im Weltraum, da bestimmte physikalische und biologische Prozesse wie z.B. Kristallwachstum oder Keimung ohne Einfluss der Schwerkraft anders ablaufen. Dies wird als schwerwiegendstes Argument zur Rechtfertigung der bemannten Raumfahrt (Raumfahrt, bemannte) benutzt. Nach langen Aufenthalten im All in Schwerelosigkeit stellt man negative Folgen auf den Körperbau fest wie Muskelschwund und Abbau des Calciums im Knochen. Diesen Effekten kann begegnet werden, indem das Raumfahrzeug in Rotation versetzt wird; die Zentripetalbeschleunigung simuliert dann Schwere.

 

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