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Selbstlokalisierung

Festkörperphysik, Effekt, der aus der Wechselwirkung von Ladungsträgern mit einer Gitterverzerrung in einem Kristall resultiert. Wie bei der Beschreibung von Polaronen resultiert die gegenseitige Anziehung von einem freien Ladungsträger (z.B. einem Elektron) und den Ionenrümpfen im Kristall zu einer Verzerrung des Kristallgitters in der Umgebung des freien Ladungsträgers. Die Wechselwirkung des Ladungsträgers mit der Kristallverzerrung führt im allgemeinen zu einem scheinbaren Anwachsen der effektiven Masse des Ladungsträgers (Polaroneffekt). In ionischen Kristallen und für Löcher kann die Wechselwirkung so stark werden, dass das Teilchen im Gitter sogar lokalisiert wird. Die scheinbare effektive Masse ist so gross geworden, dass sich das Teilchen in dem von ihm selbst induzierten Verzerrungsfeld des Kristalls einfängt. Dieser Effekt heisst Selbstlokalisierung.

 

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Selbstinduktivität
Selbstorganisation

 

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Weitere Begriffe : Rekombinationszentrum | Röntgenabsorption | Induktivitätsnormal

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