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Strahlenkrankheit

Biophysik, Strahlensyndrom, Symptomkomplex nach intensiver Einwirkung ionisierender Strahlung. Die klinischen Erscheinungen hängen in hohem Masse von der Dosis ab, da die kritischen Systeme des Organismus (Zentralnervensystem ZNS, endokrine Drüsen, Verdauungssystem, Blutbildung) unterschiedliche Empfindlichkeit haben. Bei Äquivalentdosen über 200 Sv tritt der Tod wenige Stunden nach der Bestrahlung durch Ausfall des ZNS ein. Bei über 100 Sv ist der Zusammenbruch des endokrinen Systems die Todesursache. Bei Bestrahlungsdosen über 10 Sv treten Ausfälle des Verdauungssystems in den Vordergrund (Schädigung des Darmepithels mit Tod innerhalb von 3 Tagen). Die klassische Strahlenkrankheit (weniger als 10 Sv) ist durch Dysfunktion des Blutbildungssystems charakterisiert (Tod durch Blutverluste wegen verringerter Gerinnungsfähigkeit und Immunodefizite im Verlaufe von ca. 2 Wochen). Bei geringeren Dosen kann die akute Strahlenkrankheit in eine chronische Phase übergehen. (Strahlenwirkung, biologische)

 

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