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Topping-Zyklus

Luft- und Raumfahrttechnik, Hochtemperaturkreisprozess, der einem Niedertemperaturprozess zur besseren Ausnutzung der im Brennstoff enthaltenen Exergie vorgeschaltet wird. So kann z.B. in einem Gas- und Dampfprozess (engl. combined cycle) Naturgas bei hohen Temperaturen (z.B. 1300 °C) in einem Brayton-Prozess zum Antrieb einer Gasturbine und die noch recht heissen Abgase (z.B. 550 °C) zur Dampferzeugung und Antrieb einer Dampfturbine genutzt werden. Der kombinierte Wirkungsgrad kann bis zu 60 % betragen. In Bezug auf den Clausius-Rankine-Prozess bezeichnet man den Brayton-Prozess als Topping-Zyklus, während aus der Perspektive des Brayton-Prozesses der Clausius-Rankine-Prozess ein nachgeschalteter Bottoming-Zyklus ist. Bei der häufig sinnvollen Kombination der Stromerzeugung mit thermischen Industrieprozessen bezeichnet man den Stromerzeugungsprozess als Topping-Zyklus, wenn er bei hoher Temperatur als primärer Prozess erfolgt, und als Bottoming-Zyklus, wenn primär Hochtemperaturwärme zu Prozesszwecken erzeugt und die Abfallwärme zur Stromerzeugung genutzt wird.

Topping-Zyklus

Topping-Zyklus: Schema eines Gas- und Dampfprozesses, bei dem ein Brayton-Gasprozess als Topping-Zyklus fungiert.

 

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