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Trägerraketen

Luft- und Raumfahrttechnik, Flugkörper mit Strahlantrieb, die es erlauben, Nutzlasten in eine geeignete Umlaufbahn zu bringen. Das erste Modell der europäischen Ariane-Trägerrakete startete 1979 zu seinem ersten erfolgreichen Testflug.

In nicht einmal vier Jahrzehnten haben sich die Starttechniken der Trägerraketen enorm weiterentwickelt. Die heutigen Trägerraketen unterscheiden sich dabei v.a. durch ihre weitgehende Leichtbauweise, die Verwendung hochfester und wiedereintrittserprobter Materialien, energiereichere Raketentreibstoffe, schwenkbare Brennkammern, die Bündelung mehrerer Triebwerke, die Lageregelung im antriebslosen Flug sowie ihre Wiederzündfähigkeit im Weltall von den ersten Trägerraketen, die noch einfache Versionen modifizierter Langstreckenraketen darstellten. Einen gewaltigen Schritt vorwärts bedeutete dabei insbesondere die Entwicklung von Flüssigkeitstriebwerken mit der Treibstoffkombination Flüssigsauerstoff / Flüssigwasserstoff. Eine Besonderheit stellt die spezifisch für das Apollo-Programm entwickelte Saturn-Raketenfamilie dar. Anfang der 70er Jahre beschlossen die USA, ihre konventionellen Einweg-Raketen durch ein vielversprechendes wiederverwendbares Raumtransportersystem (Space Shuttle) zu ersetzen. Die in der Zwischenzeit damit gemachten Erfahrungen zeigen jedoch, dass diese Lösung nicht optimal ist. Geostationäre Satelliten müssen, da das Shuttle nur einige hundert Kilometer Höhe erreichen kann, nach ihrem Aussetzen aus der Ladebucht von verschiedenen Oberstufen auf ihre endgültige Umlaufbahn gebracht werden. Hierfür optimierte, konventionelle Einweg-Trägerraketen sind daher heute immer noch die beste Lösung, um unbemannte Nutzlasten auf eine geostationäre Bahn zu bringen.

 

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