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Saturn-Raketenfamilie

Luft- und Raumfahrttechnik, Serie amerikanischer Grossraketen, die als Reaktion auf den »Sputnik-Schock« von 1957, später dann aber auch gezielt für das Apollo-Programm entwickelt wurden. Das Saturn-Programm umfasste anfänglich fünf verschiedene Raketentypen, von denen dann jedoch lediglich drei (Saturn-1, Saturn-1-B und Saturn-5) gebaut wurden. Die unter der Leitung von Wernher von Braun entwickelten Trägerraketen waren gewissermassen die Fortsetzung seiner »Jupiter-Raketen« (daher auch der Name »Saturn«), deren weiterentwickelte Triebwerke in der Saturn-1 achtfach gebündelt wurden. Die Erststufen der neuen Raketengeneration sollten mit der bewährten Treibstoffkombination Kerosin und Sauerstoff, die Oberstufen dann jedoch mit einer Mischung aus Sauerstoff und Wasserstoff angetrieben werden. Nach mehreren ballistischen Vorversuchen und Probeflügen wurde die Entwicklung der Saturn-1-Rakete Mitte der 60er Jahre erfolgreich abgeschlossen. Die ersten vier Starts einer Saturn-1-B-Rakete dienten dann der Erprobung der Apollo-Kapseln. Neben der »kleinen« Saturn-Trägerrakete wurde nun fieberhaft auch an der für den Mondflug notwendigen, fünfmal grösseren Saturn-5 gearbeitet. Diese wurde dann am 9.11.1967 und am 4.4. 1968 zweimal erfolgreich getestet und schon beim dritten Flug im Rahmen der Apollo-8-Mission mit drei Astronauten zu einer Mondumrundung geschickt. Mit ihrer Startmasse von annähernd 3000 Tonnen und einer Höhe von 111 Metern war die Saturn-5 bei dreizehn Flügen dreizehnmal erfolgreich. Bei ihrem letzten Flug am 15.5.1973 beförderte sie das aus Relikten des Apollo-Programms zusammengesetzte Weltraumlabor Skylab in eine Umlaufbahn.

 

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