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trigonometrische Parallaxe

Astronomie und Astrophysik, geometrische Methode zur Entfernungsbestimmung von Himmelskörpern. Sie beruht auf dem Umlauf der Erde um die Sonne. Durch den hierbei auftretenden Beobachtungswinkel beschreibt ein Stern im Laufe eines Jahres am Himmel eine Ellipse. Der Winkel, unter dem die grosse Halbachse dieser Ellipse erscheint, entspricht der Winkelausdehnung der grossen Halbachse der Erdbahn vom Ort des Sterns aus betrachtet. Dieser Winkel ist ein direktes Mass für die Entfernung des Sterns. Er nimmt mit wachsender Entfernung ab. Ein 1 pc entfernter Stern besitzt eine trigonometrische Parallaxe von 1''.

Die trigonometrische Parallaxe eines Sterns wird nicht absolut, sondern stets in Relation zu entfernten Sternen gemessen, die keine messbare Parallaxe aufweisen. Mit den Daten des Satelliten Hipparcos lässt sich diese Methode bis in etwa 1 000 pc anwenden. F.W. Bessel konnte 1838 erstmals die trigonometrische Parallaxe eines Sterns zweifelsfrei bestimmen.

 

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