|
Van-Hove-Theorem
Festkörperphysik,
auf ein topologisches Theorem von M. Morse zurückgehendes Theorem von L. van
Hove zur Beschreibung der Eigenschaften der Frequenzverteilungsfunktion von
Phononen in einem Kristall. Das Theorem beschreibt insbesondere die bei realen
Kristallen auftretenden Singularitäten in der Phononenzustandsdichte
(Van-Hove-Singularitäten), die mit Sattelpunkten in der
Phononendispersionsrelation w(k) assoziiert
werden können. Wann immer in der Dispersionsrelation ein Sattelpunkt auftritt,
ergibt sich in der Zustandsdichte eine Singularität. In zwei Dimensionen ist
eine solche Singularität logarithmisch, in drei Dimensionen ist die
Frequenzverteilungsfunktion g(w) stetig, aber ihre
Ableitung dg / dw weist eine Singularität
auf. Einfachere Modelle zur Berechnung der Zustandsdichte (wie z.B. die
Debyesche Theorie der Wärmekapazität) erklären die in der Realität auftretenden
Singularitäten nicht oder nur unzureichend. Da die Phononenzustandsdichte
wichtig ist für die Beschreibung der thermodynamischen Eigenschaften eines
Kristalls, kommt dem Van-Hove-Theorem eine grosse Bedeutung in der
Festkörperphysik zu.
<< vorhergehender Begriff |
|
nächster Begriff >> |
|
|
|
Diese Seite als Bookmark speichern :
|