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Aktivitätsbestimmung

experimentelle Bestimmung der Aktivität radioaktiver Präparate. Bei der Bestimmung relativer Aktivitäten vergleicht man die Aktivität von Präparaten, von denen eine absolut bestimmt sein muss.

Die wichtigsten Methoden der Aktivitätsbestimmung sind:

1) Ionisationsmethoden: Bei g-Strahlern wird der Vergleich mit einem Standardpräparat oder eine Dosisleistungsmessung ausgenutzt, bei b-Strahlern die Ionisation primärer b-Teilchen aus der Innenwand einer Ionisationskammer oder die Dosisleistung von gelösten Präparaten, bei a-Strahlern die Messung der Gesamtionisation.

2) Zählmethoden: Entweder wird die Zählrate bei definiertem Raumwinkel ermittelt oder die Koinzidenzmethode angewandt. Auch aus der Messung der emittierten Gesamtladung lässt sich die Aktivität ermitteln.

3) Kalorimetrische Methoden: Die von der Strahlung erzeugte Wärme wird in Mikrokalorimetern besonderer Konstruktion ermittelt. Die mikrokalorimetrischen Methoden sind die genauesten Methoden der Aktivitätsbestimmung.

Bei jedem dieser Verfahren zur absoluten Bestimmung der Aktivität A = N/k einer Quelle muss die Zählrate N mit Hilfe der Effektivität k des verwendeten Detektors korrigiert werden; in der Effektivität müssen dafür Faktoren wie die Begrenztheit des Raumwinkels, aus dem Strahlung einfallen kann, die Absorption der Strahlung zwischen Quelle und empfindlichem Detektorvolumen, die Rückstreuung an der Detektoroberfläche, die Absorption in der Quelle, die Zählrate infolge endlicher zeitlicher Auflösung und die Ansprechwahrscheinlichkeit des Detektors berücksichtigt werden.

 

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