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CAMAC

Computer Automated Measurement And Control, Ende der sechziger Jahre vom ESONE Komitee (European Standards Of Nuclear Electronics) konzipiertes Einschubsystem. Der modulare Aufbau des Systems ermöglicht eine flexible Gestaltung von Experimenten mit computergestützter Messung und Datenauswertung, etwa in der Hochenergiephysik, und die Wiederverwendung der Einschübe (z.B. Zähler, Register, ADCs). Der im Geräterahmen (Crate) integrierte Datenbus mit einer Adressbreite von 24 Bit und einer Transferrate von 1 Mbyte/s im synchronen Betrieb ist nur für mässige Datenraten ausreichend. In einem 19''-Crate finden 24 Module Platz, wobei aber nur eines der Master sein kann. Durch die Parallelstruktur des CAMAC-Systems können über einen Branch-Highway bis zu 62 Crates miteinander verbunden werden. Die Geräterückwand (Backplane) enthält neben dem Bus auch die Stromversorgung ( ± 6V,  ± 12V,  ± 24V). Die Adressierung der Module erfolgt über ihre Position im Crate (1-24). Im Steckplatz Nr.25 befindet sich der Cratecontroller (Master), der die Verbindung zu einem externen Rechner herstellt. Von der Position des Masters führen Taxiverbindungen zu jedem einzelnen Modul und von dort zurück zum Master. Dies sind die sog. N-Leitungen zur Adressierung der Steckplätze sowie die L-Leitungen, über welche die Module eine Bedienungsanforderung (LAM, Look At Me) zum Master senden. Der CAMAC-Bus ist somit eine Mischung zwischen Taxileitungen und einem normalen Bus. Die Leitungen werden in der Tabelle beschrieben. Für die Einschub-Module werden 86-polige Stecker verwendet. Die Erstellung der notwendigen Software erfolgt in der Regel in einer höheren Programmiersprache (z.B. C oder FORTRAN) mittels eines Treiber-Paketes. Dabei wird ein CAMAC-Modul durch das CAMAC-Befehlswort angesprochen. [FG1]

 

CAMAC: Befehle des CAMAC-Systems.

 

Symbol

Leitungen

Funktion

Befehlsbus:

 

 

 

Stationsnummer

N

1

Wählt Modul aus.

Subadresse

A

4

Auswahl einer Teilgruppe des Moduls

Funktion

F

5

Übermittlung von 32 möglichen Befehlen

Datenbus:

 

 

 

Schreibleitungen

W1-W24

24

Datentransfer vom Master zum Modul

Leseleitungen

R1-R24

24

Leseleitung vom Modul zum Master

Zeitsignal

-

2

Steuert Phasen bei einer Operation

Status

 

 

 

LAM

L

1

Bedienungsanforderung von Modul zum Master

Bus aktiv

B

1

zeigt an, dass der Datenweg zur Zeit belegt ist

Antwort

Q

1

Eine ein-Bit Antwort auf einen Befehl vom Master

Quittierung

X

1

zeigt an, dass ein Befehl angenommen wurde

Steuerung

 

 

 

Initialisieren

Z

1

Initialisiert ein Modul

Löschen

C

1

Löscht Register im Modul

Sperren

I

1

Sperrt Funktion eines Moduls

 

 

CAMACElektronik, Halbleiterphysik

CAMAC 1: Schematischer Aufbau.

CAMACElektronik, Halbleiterphysik

CAMAC 2: Funktionsschema.

 

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CAMAC-Befehlswort

 

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