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Feststofftriebwerk

Raketenmotor Luft- und Raumfahrttechnik, Triebwerk mit einem festen, pulver- oder pastenförmigen Treibstoff zum Antrieb von Raketen. Der Aufbau ist meist sehr einfach. Sie bestehen aus einer meist zylindrischen Brennkammer, in der sich der gesamte Treibstoffvorrat meist in Form parallel angeordneter, stab- oder röhrenförmiger Treibsätze befindet. Er wird dort gezündet und auch verbrannt. Jahrzehntelang war es unmöglich, den Abbrand eines einmal gezündeten Feststofftriebwerks zu kontrollieren. Durch eine entsprechende Formgebung des Treibstoffblocks gelingt es heute jedoch, den Verlauf der Schubkraft während der Brennzeit individuell einzustellen.

Mit modernen Feststoffraketen kann heute also ein exakter Brennschluss-Zeitpunkt eingehalten werden, sogar die Wiederzündung des Triebwerks durch Einspritzen selbstzündender Substanzen ist möglich. Allerdings sind Feststofftriebwerke aufgrund ihres festliegenden Schubverlaufs, den relativ kurzen Brennzeiten, ihres geringeren spezifischen Impulses sowie den höheren Treibstoffkosten gegenüber Flüssigkeitstriebwerken prinzipiell im Nachteil. Aufgrund ihrer relativ einfachen Beschaffenheit, der unkomplizierteren Handhabung sowie ihrer ständigen Einsatzbereitschaft werden sie dennoch in bestimmten Bereichen eingesetzt, z.B. als Starthilfen im Bereich der Luftfahrt und v.a. in Höhenforschungsraketen, in militärischen Anwendungen, in Raketenoberstufen sowie in Startstufen (sog. Booster) moderner Flüssigkeits-Trägerraketen.

 

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