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Glanz

Empfindung, die beim Betrachten von Körperoberflächen unter gerichteter Beleuchtung aus bestimmten Winkeln durch Reßexionsmaxima entsteht. G. ist ein Effekt, der durch Zusammenwirken physikalischer, physiologischer und psychologischer Phänomene entsteht. Entsprechend diesen unterschiedlichen Kriterien gibt es unterschiedliche Bewertungen. Als physikalische Erscheinung tritt G. an Oberflächen auf, die gemischt oder spiegelnd in einer Vorzugsrichtung reflektieren (gemischte Reflexion, spiegelnde Reflexion). Bei gemischter Reflexion können abhängig von der Struktur der Materialoberfläche mehrere Reflexionsmaxima auftreten, d. h., es werden von einer Lichtquelle mehrere Glanzstellen sichtbar. Mit Hilfe des G. kann Einfluß auf die Erkennbarkeit von Details auf Oberflächen (z. B. Fehlersuche) genommen werden. In Verbindung mit Beleuchtungsstärkeverläufen und Abschattungen trägt G. zum Wahrnehmen plastischer Objekte, d. h. zur Körperwiedergabe bei. G. tritt häufig als Störfaktor auf (Kontrastwiedergabeeigenschaft). Die physiologischen und die psychologischen Phänomene des G. sind sehr vielseitig. Sie tragen wesentlich zur subjektiven Beurteilung der Beleuchtungssituation bei. Besonders beeinflußt G. die Stimmung und Behaglichkeit in Räumen der Erholung und Entspannung. G. hat auch ästhetische Bedeutung, wie z. B. bei Schmuckgegenständen.

 

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