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Interferometer nach Lummer und Gehrcke

Optik, Lummer-Gehrckesches Interferenzspektroskop, die Vielstrahlinterferenz ausnutzendes Interferometer zur Spektrometrie. Das Interferometer besteht aus einer planparallelen Glasplatte, auf die der zu untersuchende Lichtstrahl sehr schräg auftrifft (Inzidenzwinkel bis 88°). Der in die Platte eindringende Teil des Lichts wird zum grossen Teil vielfach reflektiert, während jeweils ein kleiner Teil aus der Platte austritt und mit einer geeigneten Linsenanordnung betrachtet werden kann. Da in diesem Fall der direkt reflektierte Strahl (nullte Beugungsordnung) sehr viel intensiver ist als der Rest des Beugungsbildes, erweiterte E.J. Gehrcke die Lummersche Glasplatte um ein rechtwinkliges Prisma, auf die der Lichtstrahl nahezu senkrecht auftrifft und nur zu ca. 4 % reflektiert wird. Mit einer typischen Lummer-Gehrcke-Platte von 1 cm Dicke und 20 cm Länge erreicht man bei der Trennung zweier Wellenlängen optische Auflösungen (Auflösungsvermögen) von über 400 000, wobei die Dicke der Platte sich über die gesamte Länge um nicht mehr als l / 20 ändert (l: Wellenlänge).

Interferometer nach Lummer und Gehrcke

Interferometer nach Lummer und Gehrcke: Interferometer nach a) Lummer und b) Lummer und Gehrcke.

 

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