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kosmologisches Prinzip

die grundlegende Annahme in der Kosmologie, dass in der jeweiligen kosmologischen Epoche die generellen Eigenschaften des Universum, gegeben durch die (auf einer möglichst grossen Skala) gemittelte Verteilung der Materie, für jeden lokalen Beobachter gleich sind. Der genannten Form des kosmologischen Prinzips liegt die ursprünglich von A. Einstein vorgeschlagene starke Form des kosmologischen Prinzips (vollkommenes kosmologisches Prinzip) zugrunde, bei der die entsprechende Aussage nicht auf die jeweilige kosmologische Epoche beschränkt ist, sondern für alle Zeiten gelten soll. Nach der Entdeckung des Hubble-Flusses , also der Expansion des Universums, musste die Aussage auf die genannte Form abgeschwächt werden. Aus dem kosmologischen Prinzip folgt, dass das Universum homogen und isotrop ist und somit geometrisch durch die Robertson-Walker-Metrik zu beschreiben ist. Eine überzeugende experimentelle Bestätigung des kosmologischen Prinzips ist die hohe Isotropie der kosmischen Hintergrundstrahlung.

 

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