A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

Machsches Prinzip

Hypothese, dass die Trägheitskräfte durch die Gesamtheit der im Universum vorhandenen Materie verursacht werden. Dementsprechend sollte in einem Gedankenversuch die Trägheit eines Körpers verschwinden, wenn sämtliche übrige Materie entfernt wird. E. Mach formulierte diese Überlegung 1883 ausgehend von einer kritischen Analyse der Newtonschen Mechanik und insbesondere des Newtonschen Eimerversuchs: die parabolische Wölbung der Oberfläche eines mit Wasser gefüllten, rotierenden Eimers kennzeichnet ein gegen den absoluten Raum rotierendes Bezugssystem. Da es aber, so Mach, keinen absoluten Raum gibt, entsteht die Zentrifugalkraft als Ursache der Wölbung aufgrund der Rotation relativ zu den Fixsternen. Die umgekehrte Situation, nämlich die Rotation der Fixsterne um den ruhenden Eimer, ist nach Mach weder gedanklich noch experimentell vom Newtonschen Eimerversuch unterscheidbar, deshalb muss die Wasseroberfläche auch hier gewölbt sein. Das Machsche Prinzip war einer der Ausgangspunkte bei der Entwicklung der Allgemeinen Relativitätstheorie sowie der Jordan-Brans-Dicke-Theorie der Gravitation.

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Machsche Wellen
Mackey-Glass-Gleichung

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

Weitere Begriffe : Knetlegierungen | Uhrzeigersinn | Wirksamer Reifenhalbmesser

Übersicht | Themen | Unser Projekt | Grosse Persönlichkeiten der Technik | Impressum | Datenschutzbestimmungen