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Makrofotografie

Nach DIN-Norm sind lediglich Fernaufnahmen (Abbildungsmaßstab, Nahaufnahmen und Mikroskopaufnahmen definiert. Der Begriff Makrofotografie ist nicht normiert und wird von den Fotografen unterschiedlich interpretiert. Z. B. gibt es eine Definition, nach der der Makrobereich dort beginnt, wo der Abb.M. größer wird als I:I. Durchgesetzt hat sich auch der Sammelbegriff »Nah- und Makroaufnahmen« für den Bereich zwischen den Abb.M. von ca. I:IO über I:I bis io:i. Dabei muß berücksichtigt werden, daß sich der Abb.M. auf das Verhältnis von Gegenstandsgröße zur Abbildungsgröße auf dem Negativ (oder Diapositiv) bezieht, welches ja hinterher beim Kopieren (oder Proji-zieren) meist noch um ein Vielfaches vergrößert wird. Um einen Gegenstand im Maßstab I:I (in natürlicher Größe) abzubilden, bedarf es jeweils einer Gegenstandsweite und einer Bildweite (Auszugsverlängerung), die doppelt so groß sind wie die Brennweite des verwendeten Objektivs. Für eine Brennweite von jo mm werden also jeweils eine Gegenstandsweite und ein Auszug von ioo mm benötigt. Das Motiv einerseits und die Filmebene andererseits sind damit gleich weit von der vorderen bzw. von der hinteren Hauptebene des Objektivs entfernt. Will man mit der 50-mm-Brennweite den Abb.M. z:x erzielen, so muß der Auszug des Objektivs um die Hälfte verlängert (auf 150 mm) und die Gegenstandsweite um die Hälfte verkleinert werden (auf 75 mm; vgl. auch Abbildungsmaßstab). Die Makrofotografie ist der Einsatzbereich spezieller Nahlinsen, Zwischenringe und nicht zuletzt des Balgen-naheinstellgeräts. Neuerdings gewann sie durch z. T. hervorragend auskorrigierte Makroobjektive für Spiegelreflexkameras, die die Aufnahmetechnik wesentlich erleichtern, an Popularität. Mit ihnen werden ohne Umstände Abb.M. bis 1:1 erreicht. Die in diesem Bereich extrem geringen Schärfentiefen machen für die Aufnahme ein starkes Abblenden des Objektivs erforderlich. Das führt in der Praxis u. a. zu langen Belichtungszeiten, auch dazu, daß z. B. Blumenaufnahmen, um möglichst großer Schärfentiefe willen, bei kleiner Blendenöffnung mit Blitzlicht fotografiert werden. Einige Hersteller bieten spezielle Elektronenblitzgeräte an, die aufgrund ihrer Miniaturbauweise für Makroaufnahmen besonders geeignet sind.

 

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