A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

Matthiessensche Regel

Festkörperphysik, empirisch gefundener Sachverhalt, der die Temperaturabhängigkeit des spezifischen Widerstandes von Metallen beschreibt. Der spezifische Widerstand der meisten Metalle wird bei Zimmertemperatur (300 K) hauptsächlich durch Stösse der Leitungselektronen (Leitungsband) mit Gitterphononen verursacht. In der Nähe des absoluten Temperaturnullpunktes (4 K) sind Stösse mit Fremdatomen und mechanischen Gitterfehlern für den Widerstand verantwortlich. Unter der Voraussetzung, dass beide Streumechanismen voneinander unabhängig sind, ergibt die Summe der Streuwahrscheinlichkeiten die Gesamtstreuwahrscheinlichkeit, die umgekehrt proportional zur mittleren freien Flugzeit t eines Ladungsträgers und damit umgekehrt proportional zur Relaxationszeit ist. Es gilt:

Matthiessensche Regel

mit den Anteilen Matthiessensche Regel für die Phononenstreuung und Matthiessensche Regel für die Störstellenstreuung. Der resultierende spezifische Widerstand ist gegeben durch die Summe eines temperaturunabhängigen Restwiderstandes Matthiessensche Regel für die Störstellen- und eines temperaturabhängigen Anteils Matthiessensche Regel der Phononenstreuung:

Matthiessensche Regel.

Diese Regel gilt aber nur näherungsweise.

Matthiessensche Regel

Matthiessensche Regel: Abweichungen von der Matthiessenschen Regel für unterschiedlich wolframdotierte Molybdän-Einkristalle als Ausdruck unterschiedlicher Differenzen von Gesamtwiderstand r und Restwiderstand Matthiessensche Regel.

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Mattglas
Mattierung

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

Weitere Begriffe : Rollenblock | diamagnetische Sonde | Kurtschatowium

Übersicht | Themen | Unser Projekt | Grosse Persönlichkeiten der Technik | Impressum | Datenschutzbestimmungen