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Pinguin-Übergang

Teilchenphysik, spezieller Elementarteilchenzerfall, der erstmals 1993 mit dem CLEO-Detektor am Speicherring CESR der Cornell University (US-Bundesstaat New York) eindeutig nachgewiesen werden konnte, und zwar durch die Beobachtung des Zerfalles eines B-Mesons in ein angeregtes K-Meson und ein Photon: B Pinguin-Übergang K* g. Diesem Prozess liegt der Übergang eines b-Quarks in ein s-Quark zugrunde: b Pinguin-Übergang s g. Dabei zerfällt das b-Quark zunächst in ein Quark mit der Ladung 2 / 3 (also ein u-, c- oder t-Quark) und ein W-. Anschliessend rekombinieren W-Boson und Quark zu einem s-Quark mit der Ladung -1 / 3 (siehe Abb.). Die Energieerhaltung wird dabei nicht verletzt (das W-Boson ist wesentlich schwerer als das b-Quark), da es sich bei dem zwischenzeitlich gebildeten Quark/W--Paar um virtuelle Teilchen handelt. Pinguin-Übergänge erlauben also die Untersuchung von sehr schweren Teilchen (z.B. supersymmetrischen Teilchen), die mit Teilchenbeschleunigern nicht produziert werden können.

Pinguin-Übergang

Pinguin-Übergang: Ein b-Quark zerfällt in ein W- und ein Quark mit Ladung 2 / 3 (z.B. ein t-Quark), die anschliessend zu einem s-Quark rekombinieren.

 

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Weitere Begriffe : Zerfallskurve | Gemmerlenkung | ionische Reaktion

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