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Photon
Bezeichnung für »Lichtteilchen« oder »Lichtquant«, das sich sowohl als Korpuskel als auch als Welle manifestieren kann. Dieser »Dualismus« verhinderte bisher eine eindeutige und einheitliche Beschreibung des Ph. Der Quantentheorie gelang allerdings eine formale, mathematische Synthese seiner Erscheinungsformen. Ein Ph. ist das kleinste Energiequantum der elektromagnetischen Strahlung.
Teilchenphysik, Lichtquant,
Strahlungsquant, g, Quant des
elektromagnetischen Feldes. Das Photon bildet eine Familie der
Elementarteilchen für sich. Jeder elektromagnetischen Strahlung, z.B. in Form
von Licht (Lichtquanten), Röntgenstrahlung (Röntgenquanten) oder Gammastrahlung
(Gammaquanten), entsprechen Photonen mit der Energie E
= hn
und dem Impuls (Lichtquantenimpuls) p vom Betrag p = hn
/ c (h: Plancksches
Wirkungsquantum, c: Lichtgeschwindigkeit, n:
Frequenz der Strahlung), dessen Richtung mit der Ausbreitungsrichtung der
elektromagnetischen Strahlung zusammenfällt. Nach der Speziellen
Relativitätstheorie ist die Ruhemasse des Photons Null, da es sich mit
Lichtgeschwindigkeit bewegt. Ladung und magnetisches Moment des Photons sind
ebenfalls Null. Photonen haben ferner den Spin 1 (in Einheiten von ) und genügen daher der
Bose-Einstein-Statistik, zählen also zu den Bosonen. Die quantentheoretische
Beschreibung des Photons erfolgt durch die Quantenelektrodynamik gemeinsam mit
dem Elektron und dem Positron.
Die Existenz der Photonen war bereits von Newton angenommen
worden, schien sich aber nach der Entdeckung der Interferenz- und
Beugungsphänomene des Lichts nicht zu bestätigen. Nach Aufstellung der
Quantenhypothese durch M. Planck (1900) führte sie Einstein 1905 zur Erklärung
des äusseren Photoeffekts wieder ein. Der überzeugende experimentelle
Existenzbeweis erfolgte 1923 durch Compton (Compton-Effekt) und später durch
Versuche von Joffe und Dobronrawow (Dualismus von Welle und Teilchen).
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