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Prinzip der lateralen Inhibition

Physik im Alltag, ein Mechanismus der nichtlinearen Dynamik mit den Komponenten kurzreichweitige Verstärkung und langreichweitige Hemmung (Alltagsphysik).

Dieser Begriff wurde ursprünglich in der Neurophysiologie und Psychophysik eingeführt, um die Kontrastverstärkung bei verschiedenenen Sinnesleistungen von Lebewesen zu erklären (siehe Abb.). Die Kontrastverstärkung und entsprechende neuronale Verschaltung wurde beim Seh-, Tast- und Gehörsinn nachgewiesen. Insbesondere bei letzterem wird so die Frequenzauflösung von Dn » 1 Hz (für aufeinanderfolgende Töne beim Menschen) erklärbar, die in der Theorie der »Wanderwellen« von Békésy alleine nicht verständlich wäre, denn diese überlappen zu stark, um in der Orts-Frequenz-Codierung im Gehörgang mit der entsprechenden Genauigkeit ausgelesen werden zu können.

Das Prinzip der lateralen Inhibition wird neuerdings über seine Rolle bei der Mustererkennung sehr viel allgemeiner gesehen, nämlich als ein Grundmechanismus der Musterbildung (Alltagsphysik).

Prinzip der lateralen Inhibition

Prinzip der lateralen Inhibition: Beispiel für Kontrastverstärkung durch kurzreichweitige Verstärkung und langreichweitige Hemmung auf der Netzhaut.

 

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