|
Dynamik
Kinematik, Mechanik
Klassische MechanikAkustik, vom
griechischen Wort dýnamis für "Kraft".
1) Physik allgemein: Lehre von den Bewegungen, also den
Zustandsänderungen physikalischer Systeme unter dem Einfluss äusserer oder
innerer Kräfte bzw. Wechselwirkungen. Aufgabe der Dynamik ist die Aufstellung
von dynamischen Grundgesetzen in Form von Bewegungsgleichungen, die die
Bewegungen der Systeme in Raum und Zeit beschreiben, und die praktische Lösung
dieser Gleichungen.
Die Dynamik im engeren Sinne beschäftigt sich lediglich
mit den Änderungen des mechanischen Systemzustandes; hierzu gehören etwa
die Dynamik des Massenpunktes und des starren Körpers, sowie die Aerodynamik
und die Hydrodynamik.
Die Grundlagen der Dynamik des Massenpunktes stammen von
Newton, der die dynamische Grundgleichung und das Gravitationsgesetz
formulierte und damit die Keplerschen Gesetze über die Bewegung der Planeten
aus der Wirkung von Gravitationskräften erklären konnte.
D'Alembert bezeichnete mit Dynamik ursprünglich nur die Lehre
vom Zusammenhang zwischen den Kräften und den von ihnen erzeugten Bewegungen,
die auch Kinetik genannt wird. Die Darstellung der Kräfte selbst - ihrer
charakteristischen Eigenschaften, wie beispielsweise die Zerlegung in
Komponenten, die geometrische Addition zu Resultierenden, die Äquivalenz- und
Gleichgewichtsbedingungen - ist Gegenstand der Statik, die gelegentlich auch
als Grenzfall der Kinetik bei verschwindender Bewegung verstanden wird.
Demgegenüber muss die Kinematik abgegrenzt werden, die eine Phänomenologie der
Bewegungsformen ohne jede Berücksichtigung der zugrunde liegenden Kräfte
darstellt; ihr Gegenstand ist ausschliesslich die Geometrie der Bewegungen.
Die Bewegungsgleichungen werden in den klassischen Disziplinen
meist nur in einer linearen Form betrachtet. Dies bildet streng genommen nur
eine erste Annäherung an die wahre Bewegung, kann aber einen grossen Teil der
bekannten Phänomene hinreichend genau beschreiben. Häufig verändert sich jedoch
das dynamische Verhalten eines Systems tiefgreifend, wenn nichtlineare Effekte
eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen; oft tritt dann chaotisches
Verhalten ein. Dies ist Gegenstand der Nichtlinearen Dynamik, die einen neuen
Zweig der Physik bildet, der sich in einer stürmischen Entwicklung befindet und
zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Zur Dynamik im weiteren Sinne gehören auch die
Thermodynamik, die hauptsächlich innere Zustandsänderungen behandelt, und die
klassischen und quantenmechanischen Feldtheorien, die vorwiegend
Zustandsänderungen der entsprechenden Felder untersuchen, wobei sowohl
raumzeitliche Änderungen als auch Änderungen innerer Parameter betrachtet
werden.
2) Angewandte Akustik: Wechsel der Schallintensität.
Die Dynamik nimmt entscheidenden Einfluss auf die ästhetische Wirkung einer
Musikdarbietung. Daher muss von Schallsendern und -empfängern, die an
Musikübertragungen beteiligt sind, ein gewisses Minimum an Dynamik gefordert
werden, also die Fähigkeit, stark wechselnde Schallintensitäten abzustrahlen
bzw. aufzunehmen.
<< vorhergehender Begriff |
|
nächster Begriff >> |
|
|
|
Diese Seite als Bookmark speichern :
|