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ROSAT

(ROentgenSATellit): Erster deutscher Erdsatellit (Satellit) zur Untersuchung kosmischer Röntgenstrahlen. Er trägt das mit 83 cm Durchmesser größte und genaueste Röntgenteleskop der Welt. Röntgenstrahlen im Kosmos werden von Himmelskörpern ausgesendet, auf denen Temperaturen von Millionen oder Milliarden Grad, gigantische Energiekonzentrationen oder superstarke Gravitations- und Magnetfelder (Gravitation, Magnetismus) herrschen. In seiner ersten Mission soll R. systematisch den Himmel nach Röntgenquellen durchmustern, wobei man hofft, etwa 100000 neue kosmische Objekte zu entdecken, die in einen neuen Himmelsatlas aufgenommen werden. Die zweite Mission besteht in der genauen Beobachtung besonders interessanter Röntgen-sterne. Astronomie und Astrophysik, am 1.6.1990 gestarteter deutsch-britisch-amerikanischer Röntgensatellit, der bis zum Frühjahr 1999 arbeitet. Das Hauptinstrument war ein Wolter-Teleskop mit 84 cm Öffnung. Als Detektoren dienten zwei Vieldraht-Proportionalzähler sowie eine hochauflösende Kamera auf der Basis eines Kanalplatten-Vervielfachers. Parallel arbeitete ein britisches Teleskop für den extremen UV-Bereich.

Bis Februar 1999 nahm ROSAT die erste vollständige Himmelsdurchmusterung im Röntgenbereich vor. Danach folgten Beobachtungen ausgewählter Objekte. Insgesamt fand ROSAT etwa 150 000 bis dahin unbekannte Röntgenquellen.

Ein Grossteil hiervon waren aktive Galaxien und Quasare. Wesentliche weitere Erkenntnisse brachten die Untersuchungen von intergalaktischem Gas in Galaxienhaufen, Röntgendoppelsternen und Supernova-Überresten. Erstmals wurde auch thermische Röntgenstrahlung von Neutronensternen nachgewiesen.

 

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