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Steuermechanik

Funktionsteil des Senders, mit dem das Steuerkommando in eine elektrische Größe (Widerstandsänderung) umgewandelt wird. Damit man mit der S. 2 Potentiometer gleichzeitig, aber unabhängig voneinander betätigen kann, ist eine relativ komplizierte Technik erforderlich. Der Steuerknüppel wird in kurzer oder in langer Form angewendet Der Knüppelgriff ist auf der eigentlichen S. aufgesteckt oder aufgeschraubt. Der Steuerknüppel ist mit einer Kugel allseitig schwenkbar gelagert. Das in das Senderinnere ragende Teil des Steuerknüppels gleitet in den beiden senkrecht zueinander schwenkbaren Kulissenbügeln. An der Seite des einen Kulissenbügels ist ein Segment angebracht, auf dem die Rastfeder gleitet. Bei ausgehängter Neutralisationsfeder hält die Rastfeder den Kulissenbügel und damit auch den Steuerknüppel in der jeweiligen Stellung fest. Dieser nicht neutralisierte Betrieb der S. ist z. B. für die Funktion „Gas“, „Fahrmotordrehzahl“ oder „Segelwinde“ erforderlich. Wird die Neutralisationsfeder in die beiden Federhebel eingehängt, führt sie den Kulissenbügel immer wieder in die Mittellage zurück. Dazu sind am Kulissenbügel und an der Lagerplatte 2 je eine Nase angebracht, die beim Schwenken des Steuerknüppels die Federhebel auseinanderdrücken. Durch Verwendung von Federn unterschiedlicher Härte kann das exakte Arbeiten der Knüppelmechanik eingestellt werden. Der Kulissenbügel dreht gleichzeitig die Potentiometerachse, so daß durch die Knüppelbewegung eine Widerstandsänderung entsteht. Mit dem Trimm hebel kann das Gehäuse des Potentiometers, an dem der Mitnehmer befestigt ist, gedreht und damit das Trimmen von Steuerfunktionen ausgeführt werden. Die Genauigkeit und Auflösung des Steuers mit der S. ist von der spielfreien Kraftübertragung in der Mechanik und der Toleranz des Potentiometers abhängig. Um eine spielfreie Kraftübertragung vom Steuerknüppel zum Potentiometer zu erreichen, wurden die offenen S. entwickelt. Bei der offenen S. (meist auf der Oberseite des Senders offen) wird der Knüppelgriff direkt auf der Potentiometerachse befestigt. Das Potentiometergehäuse ist wiederum auf Potentiometerachse 2 befestigt und schwenkt diese. Durch die direkte Kraftübertragung wird mechanisches Spiel vermieden. Zur Neutralisation sind 2 weitere Potentiometer im Sender eingebaut. Die offenen S. werden vor allem bei Fernsteueranlagen angewendet, bei denen es auf geringe Auflösung und hohe Steuergenauigkeit ankommt. Durch Weiterentwicklung der offenen S. wurde zwar die Oberseite geschlossen, da sonst Schmutz und Wasser zu leicht in den Sender eindringen können, die Bezeichnung offene S. für das Konstruktionsprinzip der direkten Kraftübertragung aber beibehalten. — Soll mit der S. nur eine Funktion bzw. ein Kanal ferngesteuert werden, kann ein Kulissenbügel mit Potentiometer, Trimm- und Neutralisationseinrichtung entfallen. Für Zweioder Dreikanalsender wurden z. T. auch S. für nur eine Funktion entwickelt. Diese S. sind in nur einer Ebene schwenkbar; ihre Konstruktion ist deshalb einfacher. Das elektrische und mechanische Wirkprinzip (Trimmen) entspricht dem der S. für 2 Funktionen.

 

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