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Sender

Teil der Fernsteueranlage mit dem die Fernsteuerkommandos in elektrische Signale umgewandelt (kodiert) und abgestrahlt werden. Die Kommandokodierung kann in Form von Niederfrequenzen (NFFernsteuerung) oder von Impulsen (DigitalFernsteuerung) erfolgen. Zur Modellfernsteuerung wird fast nur noch die proportionale digital kodierte Kommandoübertragung angewendet. Der dazu verwendete S. wird als ProportionalSender bezeichnet. Er enthält die Funktionsstufen: Antenne, Impulsteil, Modulator, HFTeil, Batterie, Steuermechaniken. Für die mechanische Konstruktion und Anordnung von Impuls- und HFTeil im S. wurden unterschiedliche Lösungen entwickelt. Eine bewährte Konstruktion vereinigt beide Teile auf einer Leiterplatte, die an der S. Stirnseite angebracht ist. Die S. antenne wird schraubbar an der Leiterplatte befestigt. Beim ModulS. (Modul) ist das HFTeil steckbar und damit leicht austauschbar. Durch den Wechsel der HFModule ist es möglich, den S. für mehrere Femsteuerfrequenzen zu benutzen. Der jeweilige Fernsteuerkanal wird durch den Steckquarz (Quarz) gewählt. Die Umwandlung der Steuerkommandos in elektrische Signale bewirken die Steuermechaniken zusammen mit dem Impulsteil des S. Die Steuerfunktionen (Steuerkanäle) 1... 4 werden mit den Steuerknüppeln bedient, die in 2 Ebenen unabhängig voneinander schwenkbar sind. Zum Steuerknüppel gehört eine relativ komplizierte Mechanik, um die Zweiebenenbewegung mit der notwendigen Präzision und die Trimmung zu erreichen. Die Batterie des S. besteht in der Regel aus NiCdKnopf- oder NiCdRundzeilen. Die NiCdBatterien haben eine lange Lebensdauer (bis 10 Jahre) und sind bis 000ma! wiederaufladbar. Die meisten S. arbeiten mit einer Batteriespannung von 12 V, einige auch mit 7, 2 V. Bei 7, 2 V kann die S. batterie aus dem 12VKfzAkkumulator nachgeladen werden; ein Vorteil, der sich vor allem am langen Flugtagen oder beim Camping bewährt. NiCdSinterzellen sind außerdem schnelladefähig (Schelladung). Damit die Batterien zum Laden nicht ausgebaut werden müssen, ist der S. mit einer Ladebuchse ausgerüstet, die bei einigen S. auch gleichzeitig Diagnosebuchse ist. Die Diagnosebuchse ermöglicht den direkten Anschluß des Empfängers über das Diagnosekabel. Damit können die Funktionen von S. und Empfänger überprüft werden, ohne daß HF abgestrahlt wird. Diese Diagnosemöglichkeit ist für die Vorbereitung der Modelle im Wettkampf vorteilhaft, wenn der S. nur bei der eigenen Wettfahrt eingeschaltet werden darf. Durch besondere Beschattung der Ladebuchse kann sie auch für den LehrerSchülerBetrieb genutzt werden. An der S. oberseite sind alle Bedienung Kontrollarmaturen angebracht. Dazu gehören: Steckquarz (Quarz), Ein/ Ausschalter, Kontrollanzeige, Steuermechanik mit Trimm hebel (Kanal 1... 4), Steuerhebel (Kanal 5 und 6), Kanalschalter für Schältkanal 7, Ösen für Umhängeriemen (Senderhandhabung). Mit diesem S. können 7 Funktionen ferngesteuert werden. Vielfach werden auch S. mit 4 Funktionen (Kanälen) als Grundgerät hergestellt, die Kanäle 5... 7 können dann durch Ausbausätze (Module) nachgerüstet werden. Neben den S. für 4... 7 Funktionen werden auch kleinere S. für 2... 3 Funktionen hergestellt. Diese S. sind preiswerter und reichen zur Fernsteuerung der meisten Modelle aus. Die Steuerknüppel sind dann nur in einer Ebene schwenkbar und somit ist der Aufbau wesentlich einfacher. Die 2... 3KanalS. können auch mit Primärelementen bestückt werden. Bei häufiger Nutzung sind NiCdBatterien auf die Dauer rentabler. Der kleinere S. ist mit den genannten Kontroll- und Bedienaggregaten ausgestattet. Die Anwendung integrierter Schaltungen im Impulsteil des S. ermöglicht nicht nur eine erhöhte Steuergenauigkeit (Auflösung) und vereinfachten Aufbau, sondern auch die Entwicklung ganz bestimmter Steuercharakteristiken, wie z. B. Steuerwegbegrenzung, DualRate bzw. Steuerwegumschaltung, Multinaut- bzw. Multischalter, Exponential bzw. progressive Steuerung, Leerlauftrimmung, Steuerrichtungsumkehr oder Drehrichtungsumkehr bzw. Servoumpolung, freie Zuordnung der Kanäle bzw. Funktionen zu den Steuerknüppeln bzw. Stellscheiben durch Stecker, KombiSchalter bzw. DuplexSchalter, Mischer für 2 oder 4 Kanäle. Es zeichnet sich die Entwicklung ab, daß manche Extras (z. B. Steuerwegumschaltung, Steuerrichtungsumkehr oder freie Wahl der Kanalzuordnung zum Steuerknüppel) zum Standard des „normalen“ S. gehören werden Elektrodynamik und Elektrotechnik, im weitesten Sinne jedes physikalische System, das Energie abstrahlt. Beispiele für Sender in diesem Sinne sind die Sonne oder ein Lautsprecher.

- Nachrichtentechnik: Teil eines Nachrichtenübertagungssystems, das informationstragende Signale mit so hoher Energie in den Übertragungskanal gibt, dass sie auf der Empfängerseite noch deutlich von Störsignalen unterschieden werden können.

- Funktechnik: Einrichtung, in der HF-Schwingungen erzeugt, verstärkt, zur Signalübertragung moduliert und über eine Antenne als elektromagnetische Wellen (Radiowellen) abgestrahlt werden (z.B. Rundfunksender, Radarsender). Die Grundbausteine eines Senders sind ein Schwingungsgenerator (Steuersender), eine oder mehrere Verstärkerstufen (Verstärker), der Modulator (Modulation) und die Antenne.

 

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