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Vulkanismus

Astronomie und Astrophysik, Sammelbezeichnung für geologische Prozesse, bei denen geschmolzenes Material aus dem Inneren eines Himmelskörpers an die Oberfläche steigt. Dieses Material kann in eruptiver Form in Vulkanen gefördert werden, aber auch in vergleichsweise ruhiger Form aus Spalten austreten und dabei grosse Gebiete überfluten. Dieser Spaltenvulkanismus tritt nicht nur auf der Erde auf, sondern führte auch zu den Maria des Mondes und den grossen Lavaströmen auf der Venus. Die Erhitzung des Materials kann unterschiedliche Ursachen haben. Bei der Erde wird das Magma durch die natürlich vorkommenden radioaktiven Elemente und durch isostatische Verschiebungen grosser Bereiche der Erdoberflächen aufgeheizt. Bei den Planeten und Monden ist neben der Heizung durch Radioaktivität die Gezeitenreibung ein wichtiger Prozess. Bereits geringfügige Abstandsänderungen in den Umlaufbahnen der Monde von Gasriesen können erhebliche Änderungen in der Anziehungskraft durch den Planeten zur Folge haben, so dass ständig Gravitationsenergie in Wärme umgewandelt wird. Diese können relativ leichtflüchtige chemische Verbindungen und Gemenge (z.B. Schwefelverbindungen beim Jupitermond Io, Stickstoff-Eis-Mischungen beim Neptunmond Triton) so sehr erhitzen, dass sie sich verflüssigen bzw. verdampfen und so zu Eruptionen führen.

 

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