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Zuverlässigkeit

Eigenschaft eines Bauelements, seine Funktionsfähigkeit während einer bestimmten Zeitdauer beizubehalten. Die Z. eines Bauelements ist ein Qualitätsmerkmal. Sie ist insbesondere durch den Fertigungsprozeß, aber auch durch Werkstoff und Konstruktion gegeben. Als komplexe Bauelementeeigenschaft ist die Z. ein qualitativer Begriff und kann nicht durch einen einzigen Zahlenwert charakterisiert werden. Quantitativ zu erfassen ist dagegen nur, wie sich die Eigenschaft, zuverlässig zu sein, unter bestimmten Beanspruchsbedingungen äußert. Auf diese Weise erhält man Z.werte, z. B. in Form von Z.angaben. Diese sind stets relative Werte, da sie einerseits von Bela-stungs- und Umgebungsbedingungen, andererseits von vorher festgelegten Ausfallkriterien abhängig sind, d. h. von Kriterien für den Verlust der Funktionsfähigkeit. In diesem Sinne muß grundsätzlich zwischen der aus dem Prüffall ermittelten Z. (Prüf-Z.) und der Betriebs-Z., d. h. der Z. in bezug auf bestimmte Einsatzfälle, unterschieden werden. Ursache für die Unzuverlässigkeit von Bauelementen können sowohl Änderungsausfälle sein, die infolge Drift von entscheidenden Parametern auftreten, als auch spontane Totalausfälle. Die Wahrscheinlichkeit für einen Ausfall ist durch die Ausfallrate gegeben. Die Z. von zusammengesetzten Systemen sinkt nicht nur mit wachsender Anzahl der Einzelelemente, sondern auch mit steigender Kompliziertheit des Aufbaus und ist deshalb i. allg. geringer, als der aus der Z. der Einzelelemente rechnerisch ermittelte Z.wert angibt.

 

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Weitere Begriffe : Trilok-Wandler | ferromagnetische Resonanz | Mössbauer-Spektroskopie

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