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Bianchi-Identitäten
die für den Krümmungstensor Rabgd
einer Riemannschen Mannigfaltigkeit erfüllten Gleichungen
Ra[bgd] = 0
(erste Bianchi-Identität) und
Ra[gd;m] = 0
(zweite Bianchi-Identität). Dabei bedeuten das Semikolon die
kovariante Ableitung (Konnexion) und die eckigen Klammern die totale
Antisymmetrisierung der entsprechenden Indizes. Die beiden Identitäten folgen
aus den Cartanschen Strukturgleichungen durch Bildung der äusseren Ableitung.
Um die obige Form der Bianchi-Identitäten zu erhalten, muss in den
Strukturgleichungen das Verschwinden der Torsion gefordert werden; eine
Verallgemeinerung auf Mannigfaltigkeiten mit nichtverschwindender Torsion
(Riemann-Cartan-Geometrie) ist jedoch möglich.
Die zweite Bianchi-Identität spielt eine wichtige Rolle in der
Allgemeinen Relativitätstheorie. So ergibt sich beispielsweise deren allgemeine
Bewegungsgleichung, die Geodätengleichung, nicht als unabhängiges Axiom,
sondern folgt als direkte mathematische Konsequenz aus der Einstein-Gleichung
des Gravitationsfeldes und der zweiten Bianchi-Identität.
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