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Einspritzpumpe

Übernimmt das Einspritzen des Kraftstoffs in die Verbrennungsräume eines Motors, wobei für jeden Zylinder ein Pumpenelement vorgesehen ist. Sie dosiert genau die Menge, die der Motor bei einer bestimmten Belastung und Drehzahl gerade benötigt; zwischen Leerlauf und Vollgas kann sich die Kraftstoffmenge um etwa das lOfache erhöhen. Die E. sorgt ferner dafür, daß alle Zylinder absolut gleiche Mengen erhalten, u. zw. zu exakt festgelegten Zeitpunkten. Das geschieht während äußerst kurzer Zeitspannen (max. 1/1000 s) bei Einspritzdrücken je nach Bauart des Motors und Verbrennungsverfahren - bis etwa 500 bar. Die E. drückt den Kraftstoff in Einspritzdüsen, die in den Zylinderkopf eingeschraubt sind und durch ihre Formgebung dafür sorgen, daß der Kraftstoff fein verteilt in den Brennraum gelangt; ferner schließen sie nach jedem Einspritzvorgang wieder vollkommen dicht, damit kein Kraftstoff »nachtropft«. In der Fahrzeugtechnik: Kolbenpumpe, die dem Motor je nach Belastung und Arbeitsverfahren den Kraftstoff unter hohem Druck dosiert zuführt. Ausführung als Reiheneinspritzpumpe oder als Verteilerein-spritzpumpe. Der jeweils erforderliche Fprderdruclc wird von den aus Kolben und Kolbenbuchsen bestehenden Pumpenelementen erzeugt. Die Pumpenelemente werden durch Nokken angetrieben, die bei der Reihenpumpe auf einer Nockenwelle und bei der Verteilerpumpe auf einer Nockenscheibe angeordnet sind. Bei Reihenpumpen sind die Pumpenelemente in Reihe und bei Verteilerpumpen koaxial und rotationssymmetrisch zur Antriebswelle der Nockenscheibe angeordnet. Es gibt auch Verteilerpumpen mit einem Pumpenelement, bei denen der Pumpenkolben als Verteilerkolben ausgebildet ist und nur die Rohrstutzen koaxial und rotationssymmetrisch angebracht sind. Zur Dosierung des Kraftstoffs sind drei verschiedene Arten der Mengenregelung bei Reihenpumpen üblich: Schrägnockenregelung. Bei Verteilerpumpen Mengenregelung, z.B. mit Steuerschieber oder -hülsen üblich. Die wahlweise Veränderung des Einspritzzeitpunktes durch Spritzversteller bei Reihenpumpen oder durch die Regeleinrichtung der Verteilerpumpen. Weiterhin wird durch Regler der Leerlauf des Motors konstant gehalten und eine Überschreitung der Höchstdrehzahl vermieden.

 

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