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Fotografischer Realismus

Nach Pop Art und Conceptual Art entstand um 1968 in der Malerei der USA der Fotografische Realismus. Er hat inzwischen weltweite Verbreitung gefunden. Typisch für die neue Stilrichtung sind gemalte oder gespritzte hyperrealistische Bilder. Gearbeitet wird nach projizierten Dias oder nach Farbpapierbildern, die z. T. extrem vergrößert und dann übermalt werden, wobei die Wiedergabe typisch fotografischer Elemente eine besondere Rolle spielt. Der künstlerische Prozeß beginnt mit der Auswahl des Motivs nach Farbe, Form und Inhalt, auch mit der Wahl eines »bestimmten« Bildausschnittes. Die Aufnahme wird meist von den Malern selbst hergestellt. In der Beschränkung auf das fotografische Abbild, den betonten Verzicht auf die Wiedergabe subjektiver Ansichten und Empfindungen sehen die Fotorealisten das wesentliche künstlerische Element. Fotografie ist in ihren Bildern nicht nur Ausgangssituation, sondern der Inhalt selbst. Obwohl die meisten Vertreter dieser künstlerischen Bewegung sich den typisch fotografischen Gegebenheiten wie Schärfen- und Unschärfenbereich, Lichtführung oder Reflexion im allgemeinen unterordnen, versuchen sie durch Uberbetonung der Realität, z. B. durch die überproportionale Vergrößerung eines Porträts (Chuck Close [geb. i94°])> zu einer besonderen Art subjektiver Aussage zu gelangen. Bekannte Fotorealisten sind u. a. Don Eddy (geb. 1944), Richard Estes (geb. 1936), Ralph Goings (geb. 1928), Howard Kanovitz (geb. 1929), Franz Gertsch (geb. 1930).

 

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