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Rayogramm

Von Man Ray (1890 bis 1976) praktizierte kameralose Fotografie auf der Basis des Fotogramms , für dessen Erfinder er sich hielt. Doch es gab längst Vorbilder: Hippolyte Bayard (1801-1887), William Fox Talbot (1800-1877), aber vor allem Christian Schad (geb. 1894;Schadographie), dessen erste Fotogramme 1918 entstanden. Man Rays Fotogramme stammen von 1922 und später. Das Verfahren selbst ist relativ einfach: Gegenstände wie Schlüssel, Büroklammern, Zirkel etc. werden direkt auf Fotopapier gelegt und unter dem Vergrößerungsgerät aufbelichtet. Sie bilden sich, nach Entwicklung und Fixage, schattenrißähnlich ab, teilweise auch in sich überlagernden Halbtönen. Durch Mischung mehrerer unterschiedlicher Formen entstehen grafisch reizvolle Muster. Eine moderne Variante dieser Technik sind die Figurenfotogram-me von Floris M. Neusüss (geb. 1937). Man Rays Arbeiten hatten starken Einfluß auf die Fotomontagen von George Grosz (1893-1953) und John Heartfield (1891-1968). Auch El Lissitzky (1890—1946), Laszlo Moholy-Nagy (1895-1946) und Raoul Hausmann (1886-1971) u. v. a. bedienten sich der Möglichkeiten des Fotogramms.

 

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